Hilfswerke und Kirchen fordern humane Lösung für Familiennachzug


Unicef und Diakonie haben den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus kritisiert.

evangelisch.de

Der Entwurf, der am Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden soll, stehe im Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention sowie zu zentralen Vorgaben des deutschen und internationalen Rechts, erklärte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in Köln. „Die Regulierung von Flucht und Migration darf nicht auf dem Rücken der schwächsten Kinder ausgetragen werden“, sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. Die Kirchen und das UNHCR werben für eine humane Lösung beim Familiennachzug.

Kinder brauchten unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus klare und einfache Verfahren, „die es ihnen ermöglichen, schnellstmöglich mit ihrer Familie zusammenleben zu können“, betonte Schneider. Die im Gesetzentwurf ausgeführten Verfahren zum Familiennachzug werden nach Einschätzung von Unicef zu langwierigen bürokratischen Prozessen führen. Notwendig seien stattdessen einfache und in der Praxis gut anwendbare Kriterien, damit Verfahren im Sinne des Kindeswohls zügig abgeschlossen werden könnten, forderte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

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