Nach Trumps Erklärung: Der nächste mutmaßlich israelische Angriff auf iranische Ziele in Syrien


CCTV-Aufnahme aus Kisweh. Foto: Riam Dalati/Twitter
Trump und Netanjahu verfolgen die erfolgreichere Doktrin – Man muss nur hart genug gegen Iran vorgehen, um eigene Interessen besser durchzusetzen?

Thomas Pany | TELEPOLIS

Nicht lange nach der Erklärung Donald Trumps zum Ausstieg aus der Atomvereinbarung mit Iran, in der er Konteraktionen zu den „bösartigen Aktivitäten des iranischen Regimes“ ankündigte, meldete die israelische Zeitung Ha’aretz gestern Abend einen Luftangriff auf eine Militärbasis im Süden von Damaskus.

Laut Medienberichten, so Ha’aretz, wird die israelische Luftwaffe für den Angriff verantwortlich gemacht. Offiziell gebe es dafür wie üblich weder Bestätigung noch ein Dementi. Die syrische Nachrichtenagentur Sana hebt hervor, dass bei einem Angriff in der Umgebung von Damaskus, nahe bei al-Kisweh, zwei israelische Raketen von der syrischen Luftabwehr abgefangen wurden. Bei der dadurch ausgelösten Explosion seien ein Mann und eine Frau „zu Märtyrern geworden“.

Ein Pro-Assad-Kommandeur sprach laut Ha’aretz von israelischen Kampfjets, die eine syrische Armeestellung im Süden von Damaskus angegriffen hätten. Laut SZ war das Ziel „ein Waffen- und Raketendepot in Kisweh, auf das iranische Kräfte und die libanesische Hisbollah Zugriff haben sollen“.

Das deutschsprachige Blog Flutterbareer berichtet von einem Industriepark bei al-Kiswah, wo „scheinbar“ zwei Ziele erfolgreich getroffen wurden: „eine Fabrikanlage und ein Militärkonvoi, der wahrscheinlich zum Iran gehörte“. Gegenüber dem Industriepark soll sich ein syrischer Militärstützpunkt befinden, der von vielen Medien als „iranische Basis“ bezeichnet werde.

Beim Reporter Danni Makki findet sich Bildmaterial zu dem Angriff, das nicht viel zur Erhellung beiträgt. Deutlich wird aber, dass der Angriff „etwa eine Stunde“ nach der Erklärung Trumps stattfand.

Die Videoaufnahmen und ein Foto zeugen von einer heftigen Explosion, was die Annahme eines Munitionslagers plausibel macht und ebenso die Angabe von SOHR, wonach neun Menschen infolge des Angriffs umkamen.

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