US-Kongress will Israel schnell mit mehr Präzisionsmunition ausstatten


Bild: DoD
Nach den zahlreichen Angriffen geht Israel die Munition aus, im Kongress steht die Verabschiedung eines Gesetzes an, das eine jährliche Unterstützung der israelischen Streitkräfte mit Waffen in Höhe von 3,8 Milliarden US-Dollar vorsieht

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Israel hat auch beim letzten Angriff auf angeblich iranische Ziele, die in Verbindung mit in Syrien stationierten Quds-Brigaden stehen sollen, wieder Dutzende von sogenannten Luft-Boden-Präzisionsraketen verschossen, dazu einige Boden-Boden-Raketen. Offenbar geht den israelischen Streitkräften die Präzisionsmunition allmählich aus. Sie ermöglicht es der israelischen Luftwaffe aus größerer Entfernung und in sicherer Höhe Ziele anzugreifen, was die Gefährdung der Flugzeuge durch die gegnerische Luftabwehr senkt.

Dass Israel dringend Nachschub benötigt, auch angesichts der Eskalation mit dem Iran, lässt sich daraus ableiten, dass der Auswärtige Ausschuss des Repräsentantenhauses am Mittwoch eine Gesetzesvorlage zur Unterstützung Israels vor allem mit Präzisionsraketen wie Joint Direct Attack Munition (JDAM), Kampfflugzeugen wie F-35 und Raketenabwehrsystemen wie Iron Dome mit allen Stimmen der republikanischen und demokratischen Abgeordneten annahm. Der US-Israel Security Assistance Authorization Act of 2018, der das von Obama erlassene US-Israel Memorandum of Understanding von 2016, das ab 2018 gelten sollte, fortsetzt, wurde allerdings von 10 Jahren auf 5 Jahre verkürzt.

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