Arabische Jugend: Lieber Putin als Trump


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Studie Arab Youth Survey: 57 Prozent sehen in den USA einen Feind und nicht einen Verbündeten

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die jährliche Studie der arabischen Jugend (Arab Youth Survey) wird vom PR-Unternehmen ASDA’A Burson-Marsteller mit Hauptsitz in Dubai in Auftrag gegeben. Das geht mit einer anderen Tiefenschärfe und anderen Auffächerung einher als bei wissenschaftlich orientierten Fragestellungen. Aber da die Befragten aus 16 arabischen Staaten sowie den palästinensischen Territorien stammen und der Studie 3.500 Interviews „von Angesicht zu Angesicht“ (jeweils nur Hälfte Männer und Frauen) zugrunde liegen, ist ihren Ergebnissen schon etwas abzulesen.

Zum Beispiel – und das sorgte umgehend für eine Schlagzeile in der Financial Times, in Gulf Today und in der Arab Times, dass Putin bei der Befragung der arabischen Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren als „Top nicht-arabischer Verbündeter“ gilt und nicht die USA unter Trump.

„Es ereignete sich ein dramatischer Wechsel in der Wahrnehmung Amerikas durch die jungen Araber in den letzten beiden Jahren; eine deutliche Mehrheit, nämlich 57 Prozent sehen in den USA nun einen Feind und nicht einen Verbündeten“, schreibt die saudi-arabische Zeitung Arab News.

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