Konfliktforscher: Es gibt auch christlichen Fundamentalismus


1933, Bischof Friedrich Coch, Vereinsgeistlicher d. Inneren Mission, Luth. Kirche Sachsen. Themenbild: fundamentalismus debatte .de
Der Konfliktforscher Andreas Zick sieht auch im Christentum ein Potenzial für Gewalt. So habe beispielsweise der rechtsterroristische islamfeindliche norwegische Mörder Anders Behring Breivik auf biblische Passagen Bezug genommen, sagte Zick am Freitag in Münster beim Deutschen Katholikentag.

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Auch die angeblichen Verteidiger eines christlichen Abendlandes beriefen sich unter anderem auf die Bibel. Christen seien Studien zufolge für Vorurteile gegenüber Fremden anfälliger als Religionslose, erklärte der Bielefelder Wissenschaftler. Das betreffe vor allem Menschen, die religiös seien, und zugleich ihre Meinung für die einzig richtige hielten. „Es gibt auch christlichen Fundamentalismus“, betonte Zick.

Die Marburger Alttestamentlerin Gerlinde Baumann erklärte, gewaltbereite Menschen suchten sich entsprechende biblische Passagen. In der aktuellen Bibelwissenschaft würden biblische Texte über Gewalt heute überwiegend so interpretiert, dass diese Texte nicht zur Gewalt aufforderten, sondern mit einem Verhältnis zur Gewalt ringen.

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