Berlin: Jüdische Familie wird in Restaurant nicht bedient


Bild: bb
Kellner ignorieren Familie am Gendarmenmarkt, in Tegel entdeckt eine Passantin antisemitische Schmierereien.

Von Constanze Nauhaus | DER TAGESSPIEGEL

Wieder kam es in den vergangenen Tagen zu antisemitischen Vorfällen in der Stadt, einer davon in unmittelbarer zeitlicher und räumlicher Nähe zum „Israeltag 2018“, der am Freitag vergangener Woche auf dem Gendarmenmarkt stattfand. Wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) in dieser Woche auf ihrer Facebookseite postete, soll eine jüdische Familie in einem Restaurant am Gendarmenmarkt demonstrativ nicht bedient worden sein.

Gegen halb sechs soll sich das als jüdisch erkennbare Ehepaar – er trug Kippa, sie religiösen Schmuck – mit seinem schwerbehinderten Sohn in den Außenbereich des Restaurants gesetzt haben. Der Sohn trug einen „I like Israel“-Luftballon bei sich. Sie waren die einzigen Gäste, doch trotz mehrmaliger Versuche der Kontaktaufnahme sollen alle fünf Kellner die Familie ignoriert haben.

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