Ein Fremder beim Bäcker: FDP-Chef Lindner löst Rassismus-Debatte aus


Die FDP hält ihren Parteitag unter dem Motto „Innovation Nation“ ab. – APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ
Der deutsche FDP-Chef Christian Lindner hat mit einer Rede, in der er die Forderung nach einer gut organisierten Einwanderungspolitik untermauern wollte, eine Rassismus-Debatte ausgelöst.

Die Presse.com

Die Jamaika-Sondierungen ließ die FDP platzen. Nun will die Partei das Neinsager-Image loswerden. Parteichef Lindner wirbt: um die SPD, die Frauen und Emmanuel Macron. Und tritt ins Fettnäpfchen. Wer einen Parteitag unter dem englischen Motto „Innovation Nation“ abhält, zielt wohl nicht auf den sprichwörtlichen kleinen Mann. Doch dann versucht FDP-Chef Christian Lindner es doch – und landet ein Eigentor. Es verdeutlicht das Dilemma einer Partei, die gleichzeitig AfD-Wähler für sich gewinnen will und auf Abgrenzung zu den Populisten setzt.

Lindner schildert eine Alltagsbeobachtung, die er später einem zugewanderten Bekannten zuschreibt: Da bestellt sich einer beim Bäcker „mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen“ – und die Leute in der Schlange wissen nicht, „ob das der hoch qualifizierte Entwickler Künstlicher Intelligenz aus Indien ist oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer“, sagt er in seiner Parteitagsrede am Samstag. Und das könne Angst auslösen.

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