Fremde Nachrichtendienste : Verfassungsschutz warnt vor Cyberangriffen auf Infrastruktur


Warnt: Hans-Georg Maaßen Bild: EPA
Eine einzige Schwachstelle reiche aus, um großen Schaden anzurichten, warnt Hans-Georg Maaßen. Ein Angreifer könne jetzt schon in wichtige Systeme eindringen und Sabotageakte vorbereiten.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat vor Cyberangriffen auf die kritische Infrastruktur in Deutschland gewarnt. Deutschland sei im Fokus ausländischer Nachrichtendienste, sagte Maaßen am Montag dem rbb-Inforadio. Ziel sei es, Sabotageakte vorzubereiten, indem Schadprogramme in kritische Infrastrukturen eingespeist würden – „um vielleicht für den Zeitpunkt X, wenn es zu einer politischen Auseinandersetzung kommen sollte, diese scharf zu schalten“.

Unter kritischer Infrastruktur versteht man Anlagen oder Systeme, die für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind, wie zum Beispiel die Strom- und Wasserversorgung. Maaßen spricht am Vormittag in Berlin auf einem Symposium des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Thema „Hybride Bedrohungen – Vernetzte Antworten“. Am Mittag gibt es ein Forum zum Thema „Wie abwehrbereit ist der Staat?“, an dem auch der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, und BND-Präsident Bruno Kahl teilnehmen.

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