Mindestens 41 Palästinenser sterben bei Protesten


Palästinenser protestieren gegen die für Montag geplante Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem Bild: Reuters
An der Grenze zu Israel eskalieren die Proteste gegen die Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem. Die wird am Montag feierlich eröffnet – ein „großer Tag für Israel“, findet Donald Trump.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bei Massenprotesten gegen die Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sind am Montag mindestens 41 Palästinenser getötet worden, wie das Gesundheitsministerium des Gazastreifens mitteilte. Unter den Getöteten war demnach auch ein 14 Jahre alter Junge. Etwa 1700 Menschen seien verletzt worden, darunter auch ein Journalist. Es wäre damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014. Offenbar flog Israels Luftwaffe am Montag auch einen Angriff auf die radikalislamische Hamas im Gazastreifen, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Armeekreise berichtete.

Die Bundesregierung zeigte sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen. Die Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem dürfe „kein Anlass sein für Gewalt“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. Zugleich sei auch Israel verpflichtet, „das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu wahren“. Der amerikanische Präsident Donald Trump, der den Botschaftsumzug im Dezember verfügt hatte, sprach in einer Twitternachricht von einem „großen Tag für Israel“.

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