Nordkorea: Atomtest ließ Testanlage kollabieren


Radardaten zeigen, wie sich der Berg Mantap in Nordkorea durch den letzten Atomtest verändert hat. © Earth Observatory of Singapore
Aus dem All beobachtet: Radardaten enthüllen, wie der letzte und stärkste Atomtest Nordkoreas ablief und welche Folgen er hatte. Demnach hob die Wucht der unterirdischen Explosion den gesamten darüberliegenden Berggipfel um zwei Meter in die Höhe. Später jedoch sackte das Gestein wieder ab und es kam zum Einsturz von Tunneln in der unterirdischen Testanlage, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Die Anlage ist dadurch vermutlich nicht mehr nutzbar.

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Seit Abschluss des Kernwaffentest-Verbots in den 1990er Jahren wird dessen Einhaltung durch ein internationales Messnetz seismologischer Stationen überwacht. Die Seismometer registrieren die Erschütterungen, die ein Atomtest auslöst und daraus können Forscher meist Stärke und Ort der Explosion ermitteln. Auch die Atomtests Nordkoreas wurden so nachgewiesen. Allerdings: Die Bebendaten allein reichen oft nicht aus, um die Folgen der Explosion und ihren Ort in drei Dimensionen bis auf wenige Meter genau einzugrenzen.

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