Pressefreiheit: AfD erteilt Süddeutscher Zeitung Hausverbot


Der Kreisverband Erding der AfD hat allen SZ-Reportern und Fotografen Hausverbot erteilt. (Foto: dpa)
Die SZ soll nicht mehr über Erdinger Veranstaltungen berichten dürfen. Der Bayerische Journalistenverband nennt das Vorgehen „antidemokratisch“.

Von Kassian Stroh | Süddeutsche Zeitung

Im Landkreis Erding soll die Süddeutsche Zeitung künftig nicht mehr von Veranstaltungen der Alternative für Deutschland (AfD) berichten dürfen. Der örtliche Kreisverband der Partei hat allen ihren Reportern und Fotografen ein entsprechendes Hausverbot erteilt. Das schrieb der AfD-Kreisvorsitzende Wolfgang Kellermann am Samstag der Erdinger SZ und veröffentlichte seinen Brief auch im Internet. Darin beklagt er „hetzerische Denunzierung und Diffamierung“ durch die Zeitung. Die Erdinger Funktionäre der AfD stünden ihr auch für „keinerlei Anfragen und Interviews“ zur Verfügung. Dies hatte Kellermann bereits im Februar der Erdinger SZ  mitgeteilt.

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