Schiitischer Geistlicher Al-Sadr führt bei Wahl im Irak


Anhänger des schiitischen Geistlichen al-Sadr jubeln in Bagdad nach ersten Hochrechnungen zur Parlamentswahl.Foto: dpa/AP/Hadi Mizban
Seit vier Jahren ist der irakische Regierungschef Al-Abadi an der Macht. Er warb mit dem Sieg gegen den IS für sich. Doch erste Ergebnisse der Parlamentswahl sehen andere an der Spitze.

DER TAGESSPIEGEL

Bei der Parlamentswahl im Irak liegt nach ersten Ergebnissen überraschend der schiitische Geistliche Muktada al-Sadr vorn. Seine Liste Sairun kommt in vier von bislang zehn ausgezählten Provinzen auf den ersten Platz, darunter in der Hauptstadt Bagdad, wie die irakische Wahlkommission am Sonntagabend mitteilte. Ein Erfolg zeichnete sich auch für ein Bündnis ab, das eng mit den schiitischen Milizen verbunden ist und gute Beziehungen zum Iran hat.

Dem schiitischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi droht hingegen eine Niederlage. Seine „Koalition des Sieges“ konnte in keiner der ausgezählten Provinzen einen der ersten beiden Plätze erreichen. Die restlichen Ergebnisse und die Verteilung der 329 Sitze im Parlament werden jedoch erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Deshalb kann es noch zu Verschiebungen kommen.

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