Kirchlicher Datenschutz: Strenge Regeln für Kinderfotos


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Fotos von der Ferienfreizeit, Bilder vom Gemeindefest? Das wird künftig komplizierter, wenn Minderjährige abgebildet sind: Denn die kirchlichen Datenschutzbehörden setzen hohe Hürden – der BDKJ findet: zu hohe.

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Eltern müssen künftig die Veröffentlichung jedes einzelnen Bildes von Kindern unter 16 Jahren genehmigen. Das hat die Konferenz der Diözesandatenschutzbeauftragten bereits im April in einem erst jetzt veröffentlichten Beschluss entschieden. Wollen Jugendverbände, Gemeinden oder andere kirchliche Einrichtungen Bilder veröffentlichen, auf denen Kinder und Jugendliche abgebildet sind, so ist künftig „die vorherige Einwilligung der Sorgeberechtigten unter Vorlage der jeweils zur Veröffentlichung vorgesehenen Bilder“ nötig, wie es in dem Beschluss heißt. Dies gilt für alle Bilder, auf denen Kinder erkennbar abgebildet sind, also auch für Gruppenfotos.

Einigkeit mit evangelischen Datenschützern, Kritik vom BDKJ

Die katholischen Datenschutzbeauftragten folgen damit der Entschließung der Konferenz der Beauftragten für den Datenschutz in der EKD. Während die katholischen Datenschützer auf eine genaue Ausführung verzichten, hat die evangelische Seite detaillierte Anforderungen an die Verwendung von Fotos zur Dokumentation von kirchlichen Veranstaltungen und in der kirchlichen Öffentlichkeit gestellt. Gemäß der EKD-Entschließung müssen die Eltern jeweils informiert werden, welches Foto veröffentlicht werden soll, zu welchem Zweck, wo und wie lange die Bilder zu sehen sein werden. Außerdem muss auf die „Risiken einer Veröffentlichung im Internet“ ebenso hingewiesen werden wie auf die Möglichkeit, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen.

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