Böhmermann-Gedicht bleibt größtenteils verboten: Persönlichkeitsrecht vs. Meinungsfreiheit


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Freiheit der Kunst oder Verletzung der Menschenwürde? Wie ist Böhmermanns „Schmähkritik“ gegen den türkischen Präsidenten Erdogan einzuordnen? Das Hanseatische Oberlandesgericht hat seine Interpretation abgegeben.

DOMRADIO.DE

Das Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bleibt in weiten Teilen verboten. Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) bestätigte am Dienstag ein Urteil des Hamburger Landgerichts, welches im Februar 2017 die meisten Passagen für unzulässig erklärt hatte. Das Gericht weist damit die Berufung des TV-Moderatoren ebenso zurück wie den Antrag des türkischen Präsidenten, der das Gedicht vollständig verbieten lassen wollte.

Böhmermann hatte das Gedicht im März 2016 in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ vorgetragen. Es unterstellt Erdogan dem Wortlaut zufolge sadistische und perverse Züge. Nach Böhmermanns Angaben handelt es sich um Satire, die von der Kunstfreiheit gedeckt sei.

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