Landtag fordert Aufklärung des Trinkwasserskandals in Altötting


Blutspenden aus dem Landkreis Altötting verwendet das BRK vorerst nur zum Herstellen von Medikamenten, aber nicht für Transfusionen an Menschen. (Foto: KPF)

 

  • Im Herbst 2017 wurden Blutspenden von Bewohnern der Gemeinde Emmerting untersucht, deren PFOA-Konzentration weit über den normalen Werten lag.
  • Zu Beginn dieses Jahres gab es umfangreichere Bluttests, deren Auswertung sich hinzieht.
  • Nun fordert der Landtag rasche Aufklärung.

Von Matthias Köpf | Süddeutsche Zeitung

Es ist zwölf Jahre her, dass Aktivisten von Greenpeace in der Alz standen und Flusswasser zurück auf das Gelände des Chemieparks Gendorf leiteten. Sie haben damit erstmals öffentliche Aufmerksamkeit gelenkt auf eine Belastung dieses Wassers mit der vermutlich krebserregenden Perfluoroctansäure (PFOA).

In der Folge wurden Untersuchungen angestellt und ein Trinkwasserbrunnen mit einem Filter ausgerüstet. Umfangreichere Bluttests in der Region gab es aber erst zu Beginn dieses Jahres, obwohl die Trinkwasserkommission des Umweltbundesamts solche Tests in einem ähnlichen Fall schon 2006 empfohlen hatte.

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