Fingerabdruck der ersten Sterne aufgespürt


Die Präsenz von Sauerstoff (rot) in der fernen Galaxie MACS J1149.5+2223 liefert einen Hinweis auf die ersten Sterne. © ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), NASA/ESA Hubble Space Telescope, W. Zheng (JHU), M. Postman (STScI), the CLASH Team, Hashimoto et al.
Primordiales Leuchten: Die allerersten Sterne des Kosmos könnten früher entstanden sein als bisher gedacht – sie leuchteten möglicherweise schon 250 Millionen Jahre nach dem Urknall. Indizien dafür haben Astronomen jetzt in einer 13,28 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie entdeckt. Wie sie im Fachmagazin „Nature berichten, enthält ihr Licht das spektrale Signal von Sauerstoff – einem Element, das erst nach dem Tod der ersten Sternengeneration freiwurde.

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Als nach dem Urknall die ersten Sterne entstanden, beendeten sie das „dunkle Zeitalter“ des Universums – und schufen die Voraussetzung für seine weitere Entwicklung. Doch wann dieser Wendepunkt eintrat, ist bisher unklar. So sprechen Daten des europäischen Planck-Satelliten für einen späten Beginn der Sternbildung nach rund 550 Millionen Jahren. Doch inzwischen haben Astronomen deutlich ältere Galaxien entdeckt und auch ionisierten Wasserstoff nachgewiesen, der schon 180 Millionen Jahre nach dem Urknall der Strahlung erster Sterne ausgesetzt gewesen sein muss.

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