Verfassungsschutz hatte einen V-Mann in Amris Moschee


Polizisten stehen im Februar 2017 vor Eingangstür des Moschee-Vereins Fussilet, der schließlich verboten wurde Quelle: dpa
Das Bundesamt für Verfassungsschutz führte eine Quelle im Umfeld des späteren Attentäters. Das wirft die Frage auf, ob die Behörden doch schon vor dem Anschlag in Berlin mehr über die Pläne des IS-Terroristen gewusst haben.

Von Florian Flade | DIE WELT

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz offenbar mindestens einen Informanten, eine sogenannte V-Person, im Umfeld des späteren Attentäters Anis Amri geführt. Das zeigen Recherchen von WELT.

Das Bundesamt wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern. In der Vergangenheit hatte die Behörde erklärt, man habe „keine eigenen Erkenntnisse“ zu dem Islamisten gehabt. Die Causa Amri sei ein reiner „Polizeifall“ gewesen. Die neuen Erkenntnisse werfen hingegen Fragen auf: Stimmen die bisherigen Aussagen? Wusste die Verfassungsschutzquelle von den Anschlagsplänen? Und falls ja: Warum hat der V-Mann nicht gewarnt?

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