Bundesinstitut hat 104 Anträge auf Sterbehilfe erhalten: Weiter keine Hilfe zur Selbsttötung


Vor über einem Jahr hat das Bundesverwaltungsgericht sein Urteil zur Abgabe tödlicher Medikamente an sterbewillige Patienten gefällt. Einem Medienbericht zufolge gibt es immer noch keine Lösung für die Betroffenen.

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Mittlerweile seien 20 der 104 Patienten, die beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beantragt haben, ein Medikament zur Selbsttötung erwerben zu dürfen, gestorben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor, über die das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet. Bisher habe das Institut über keinen der Anträge entschieden.

Hintergrund ist, dass die Bundesregierung ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bislang nicht umgesetzt hat. Das Gericht hatte im März 2017 geurteilt, dass das Bundesinstitut Schwerstkranken den Kauf einer Selbsttötungsarznei in „extremen Notlagen“ nicht verwehren dürfe. Der damalige Gesundheitsminister Hermann Gröhe hatte das Urteil kritisiert und erklärt, Behörden dürften nicht zum Handlanger von Selbsttötungen werden.

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