Armin Laschet will Islam staatlich anerkennen


Will den Muslimen in Deutschland eine Tür öffnen: Armin Laschet (Archivbild)
Nicht zum ersten Mal trommelt der Regierungschef von Nordrhein-Westfalen dafür, das Verhältnis zwischen Muslimen und dem deutschen Staat neu zu ordnen. Das Problem ist nur: Der Islam spricht nicht mit einer Stimme.

Deutsche Welle

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich erneut dafür ausgesprochen, den Islam in Deutschland staatlich anzuerkennen – ähnlich wie dies für christliche Kirchen und die jüdischen Gemeinschaften im Staatskirchenrecht verankert sei. Zuständig dafür seien die Länder, sagte Laschet dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er freue sich, „wenn die Bundeskanzlerin uns bei unseren Bemühungen unterstützt“.

Bisher fehle freilich ein Ansprechpartner für den Staat. „Es geht um die Frage: Wer spricht für die Muslime?“ Der größte Moscheeverband Ditib müsse sich aus seiner direkten Abhängigkeit vom türkischen Staat lösen und zu einer deutschen Institution werden, forderte der CDU-Politiker. Dieser Wandel sei „nötig, um zu einem anderen Finanzierungssystem zu kommen“. Dann würden auch Imame dauerhaft in Deutschland ausgebildet. Den Weg zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts müsse die Religionsgemeinschaft allerdings selbst gehen, der Staat dürfe sie „nicht einmal dabei unterstützen“.

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