Martin Walser bezeichnet Paulskirchenrede als „menschliches Versagen“


ARCHIV – 19.12.2016, Baden-Württemberg, Birnau: Der Schriftsteller Martin Walser. (zu dpa: „Schriftsteller Walser verliert Buch mit persönlichen Notizen“ vom 25.04.2018) Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa/Felix Kästle
Im Jahr 1998 hat Martin Walser eine umstrittene Rede in der Frankfurter Paulskirche gehalten. Damals sprach er von der „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“. Heute spricht er von einem „Fehler“.

DIE WELT

In einem Gastbeitrag für die WELT AM SONNTAG bezeichnet der Schriftsteller Martin Walser sein Verhalten bei und nach seiner umstrittenen Paulskirchenrede im Jahr 1998 als „Fehler“ und „menschliches Versagen“.

Als er damals von der „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“ sprach, habe er die deutschen Intellektuellen Günter Grass und Walter Jens und ihre Haltung zur deutschen Wiedervereinigung gemeint, ihre Namen aber nicht genannt und so das Missverständnis zugelassen, er spreche von jüdischen Organisationen.

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