Sarajevo wirft sich für den „großen Bruder“ Erdoğan in Pose


foto: reuters/dado ruvic 2015 wurde Erdoğan in Sarajevo mit großem Pomp empfangen.
Die bosniakische SDA von Bakir Izetbegović wird beim Besuch von Erdoğan in Sarajevo wieder den devoten Bewunderer spielen.

Adelheid Wölfl | derStandard.at

Die Bosniaken werden brav mit den türkischen Fähnchen in der Hand wacheln – ganz so wie es die Partei befiehlt. So taten sie es bereits in den vergangenen Jahren, wenn Erdoğan rief. Sie werden auch diesmal die Geschichte vom „Mutterland“ oder der „Schutzmacht“ Türkei aufleben lassen. Der Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Sarajevo am Sonntag wurde von türkischen Vertretern minutiös vorbereitet. Auch Tausende Türken aus Österreich und aus anderen EU-Staaten kommen angereist, wenn er in Sarajevo in der Veranstaltungshalle Zetra sprechen wird.

Der Chef der bosniakischen islamisch-konservativen Partei SDA, Bakir Izetbegović, wird wohl wieder unterwürfig lächeln, wie er es immer tut, wenn der „große Bruder“ ruft. Und die Lobbyorganisation, die Union der Europäischen Türkischen Demokraten (UETD) hält gleichzeitig ihren Jahreskongress in Sarajevo ab.

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