Die US-Wahl und der tiefe Staat – FBI-Informant war CIA-Mann


(Bild: dpa, Carolyn Kaster)
Der skurrile Wahlkampf um das Weiße Haus von 2016 beschäftigt Justiz, Medien und Comedians auf vielfacher Ebene. In diesem als bislang schmutzigstem Wahlkampf geltenden Drama fiel nunmehr eine weitere Personalie auf.

Markus Kompa | TELEPOLIS

Nach bis vor Kurzem geltendem Informationsstand soll das FBI auf eine mögliche Verwicklung Russlands in den Skandal mit Hillary Clintons E-Mails durch die Geschwätzigkeit von Trumps Wahlkampfhelfer George Papadopulos gekommen sein. Papadopulos prahlte in feuchtfröhlicher Runde mit australischen Diplomaten aus, dass das Trump-Lager Clinton mit russischem Schmutz am Zeug flicken wolle. Papadopulos‘ Kolportage brachte das FBI auf die Spur einer mögliche Einflussnahme Russlands auf die US-Wahl – sowie zur Ermittlung einer möglichen Konspiration der Russen mit Trump.

Nun aber scheint es, dass das FBI bereits vorher über die Trump-Kampagne von einem gut vernetzten Professor informiert war. Zwar bemühte man sich in Washington darum, den Namen des Professors aus der Öffentlichkeit zu halten, doch Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald sah sich diesem Codex jedoch nicht verpflichtet. Bei dem geheimen FBI-Informanten handelt es sich um einen ehemaligen CIA-Mann, der bereits bei Reagans infamen Wahlkamp von 1980 durch geheimdienstliche Kolportagen mitmischte.

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