Diese Technologien können Angst machen


In einem Logistikzentrum räumt ein Amazon-Mitarbeiter Regale ein. Das Unternehmen ist bekannt dafür, seine Angestellten streng zu überwachen und jeden Handgriff zu kontrollieren. (Foto: REUTERS)
  • Google entwickelt eine Software, die Menschen anruft, ohne dass diese merken, dass sie mit einer Maschine sprechen.
  • Künstliche Intelligenz fälscht Videos so perfekt, dass sie kaum noch vom Original zu unterscheiden sind.
  • Amazon hat ein Patent zugesprochen bekommen, um jede Handbewegung der Mitarbeiter zu überwachen.
  • Mehrere Beispiele zeigen, dass technologischer Fortschritt Regeln braucht.

Von Simon Hurtz | Süddeutsche Zeitung

Ob Elon Musk sein Unternehmen Tesla tatsächlich zum Erfolg führen kann, muss er noch beweisen. Was er auf jeden Fall beherrscht: Angst zu machen vor künstlicher Intelligenz, kurz KI genannt. Die Technologie sei „die größte Gefahr für die Menschheit“ und „viel gefährlicher als Atomwaffen“, wiederholt er bei jeder Gelegenheit. Musk liefert knackige Zitate, Medien freuen sich über Schlagzeilen, Leser gruseln sich vor KI.

Viele Forscher, die sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema beschäftigen, nervt dieser Alarmismus. Er könne kaum eine Zeitung aufschlagen, ohne dass Musk darin vor KI warne, die einen Weltkrieg auslösen werde, schreibt der australische Professor Toby Walsh im Magazin Wired. Er glaubt nicht, dass wir uns vor dem fürchten müssen, was Leute wie er Singularität nennen: also den Zeitpunkt, an dem Maschinen beginnen, sich von selbst weiterzuentwickeln.

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