Kein Eis mehr auf der Donau


Die Donau bei Tulcea in Rumänien: Eine winterliche Eisdecke auf dem Fluss ist heute die absolute Ausnahme. © alex78tl/ CC-by-sa 3.0
Die Donau – Europas zweitgrößter Fluss – zeigt klare Symptome des Klimawandels. Denn bis vor rund 70 Jahren fror Unterlauf der Donau im fast jedem Winter wochenlang zu. Seit den 1950er Jahren aber ist eine Eisdecke die absolute Ausnahme geworden, wie die Auswertung von Langzeitdaten belegt. Hinter diesem drastischen Eisschwund steckt vor allem der Anstieg der Wintertemperaturen in Europa, wie Forscher im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten.

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Viele alte Gemälde und historische Aufzeichnungen zeugen davon, dass zugefrorene Flüsse im winterlichen Europa früher keine Seltenheit waren. Das bestätigt auch die Klimaforschung: „Auf der Nordhalbkugel erfahren rund 60 Prozent aller Flüsse signifikante saisonale Effekte in Form von Wintereis“, erklären Monica Ionita vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und ihre Kollegen. Heute jedoch sind solche Winter mit eisbedeckten Gewässern eher selten – so scheint es jedenfalls.

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