Stadt Konstanz und katholische Kirche liegen über Kreuz: Es ging um 29 000 Euro – und ums Prinzip


Gehört der Stadt, wird aber von der katholischen Gesamtkirchengemeinde betrieben: Das Kinderhaus Dreifaltigkeit in Stadelhofen. Über die Aufteilung der Kosten in drei vergleichbaren Häusern hat sich eine Auseinandersetzung entwickelt. | Bild: Claudia Rindt
Bei einigen Kindergärten gehört das Gebäude der Stadt, die die Einrichtungen aber nichts selbst betreibt. Nun will die Stadt mehr Geld haben, doch die Kirche sagt Nein.

Jörg-Peter Rau | SÜDKURIER

Eines ist unstrittig: Gäbe es die sogenannten Freien Träger nicht, hätten viele Konstanzer Kinder keinen Kindergartenplatz. Denn von 49 Kitas betreibt die Stadt nur neun selbst, alle anderen werden von anderen Organisationen getragen, größter Akteur ist dabei die katholische Kirche. In den meisten Fällen gehört ihr auch das Gebäude, und weil Kinderbetreuung eine Pflichtaufgabe ist, zahlt ihr die Stadt dafür einen Zuschuss. In vier Fällen aber wird es kompliziert. Die Kitas St. Martin in Wollmatingen, St. Verena in Dettingen, St. Georg in Allmannsdorf und, in den Details etwas anders gelagert, Heilige Dreifaltigkeit gehören der Stadt, werden aber von der Kirche betrieben.

Warum soll nicht auch eine kirchlicher Träger eine Mieterhöhung bekommen?

Und über die Frage, in welcher Höhe sich die Kirche an deren Kosten beteiligt, ist ein Streit entbrannt – eine Auseinandersetzung, in der es um die vergleichsweise geringe Summe von 29 000 Euro im Jahr geht, die die Kirche nach Ansicht der Stadt zusätzlich springen lassen sollte. Aber noch mehr als um das Geld geht es ums Prinzip.

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