Wenn der Krieg kommt – Schweden bereitet seine Bevölkerung auf den Ernstfall vor


Die Broschüre wird an sämtliche schwedischen Haushalte verteilt. (Bild: Reuters)
Eine Broschüre informiert alle Bewohner Schwedens über mögliche Gefahren und ihre Abwehr. Die veränderte geopolitische Lage löst in Skandinavien neue Bedrohungsgefühle aus.

Andreas Ernst | Neue Zürcher Zeitung

Die Geschichte wiederholt sich nicht – aber gelegentlich sind Parallelen zwischen der jetzigen Ost-West-Konfrontation und dem Kalten Krieg des vergangenen Jahrhunderts unübersehbar. Jedenfalls wenn man die neue Informationsbroschüre der schwedischen Regierung für den Krisen- und Kriegsfall betrachtet, die dieser Tage an alle Haushalte verteilt wird. «Wenn die Krise oder der Krieg kommt» ist eine 19-seitige Schrift, die eine Vorgängerin von 1961 ablöst, die schon lange in Vergessenheit geraten ist.

Neues Bedrohungsgefühl

Zwar sei Schweden immer noch ein sicheres Land, liest man, sicherer als viele andere. Jahrelang sei die Kriegsgefahr sehr begrenzt gewesen. Doch «die Welt um uns herum» habe sich verändert. Wo es um Naturgefahren geht, wird die Bedrohung konkret genannt: der Klimawandel, der Überschwemmungen und Waldbrände verursachen kann. Gleichzeitig drohen Terrorattacken, Cyberangriffe und schliesslich, als schlimmster Fall, der militärische Angriff durch ein anderes Land. Das Bedrohungsgefühl in Schweden hat sich geändert.

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