Fastfood-Kost des Vaters wirkt auf den Nachwuchs

Eine Fastfood-lastige Kost des Vaters kann sich auf die Gesundheit seiner späteren Kinder auswirken © bhofack/ thinkstock
Versteckte Spätfolge: Isst der Vater eines Kindes vor der Zeugung viel Fastfood, kann das die spätere Gesundheit des Nachwuchses beinträchtigen. Das legen nun Studien mit Ratten nahe. Demnach verursacht die ungesunde Ernährungsweise Veränderungen am Erbgut der Spermien – und diese werden an das Kind weitergegeben. Das bedeutet: Schon lange vor Geburt eines Kindes prägen die Eltern dessen spätere Gesundheit – auch durch ihre Ernährung.

scinexx

Die entscheidenden Weichen für die Gesundheit eines Menschen werden nicht erst ab seiner Geburt gestellt. Mehr und mehr zeigt sich, dass schon Einflüsse im Mutterleib eine wichtige Rolle spielen. So kann eine Belastung der Mutter mit Abgasen, Weichmachern und andern Umweltgiften beim Kind später Verhaltensauffälligkeiten, Übergewicht und Asthma fördern. Doch auch der Vater hat offenbar einen Anteil an dieser „fetalen Programmierung“, wie inzwischen erste Studien belegen.

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Nationalismus muss sich wieder lohnen!

Grafik: TP
Skandalüberblick AfD: In Rheinland-Pfalz zahlt die Partei Mitgliedern Geld für die Teilnahme an einem Aufmarsch in Berlin

Tomasz Konicz | TELEPOLIS

Die rechtsextreme AfD – in deren parlamentarischen Umfeld sich Neonazis tummeln – scheint nicht mehr aus den Schlagzeiten zu kommen. Wie die Rechercheplattform Exif kürzlich berichtete, soll die AfD Rheinland-Pfalz ihren Mitgliedern Zahlungen in Höhe von 50 Euro zugesagt haben, wenn sie an einem für den kommenden Sonntag angemeldeten Aufmarsch in Berlin teilnehmen. Da sonst niemand zur rechtsextremen Demo kommen wolle, bezahle die AfD halt Demonstranten, damit sie teilnehmen, wurde kommentiert.

Die Resonanz auf ein Transportangebot mit Bussen seitens der Partei sei „sehr gering“ gewesen, heiß es in einer Mail der Jugendorganisation der AfD. Deswegen habe der Landesvorstand durch einen „Zuschuss“ den Anreiz für die Parteianhängerschaft erhöhen wollen, damit diese in Berlin aufmarschiere und „für die Zukunft Deutschlands“ demonstriere.

Folglich hat der Landesvorstand der AfD am 15. Mai beschlossen, 1500 Euro in die Rekrutierung von zumindest 30 Aufmarschteilnehmern zu investieren. Die AfD-Mitglieder sollen jeweils 50 Euro erhalten, sobald sie an dem Aufmarsch teilgenommen haben. Auf das deutsche Ehrenwort der aufmarschmüden „Patrioten“ will sich der Landesvorstand indes nicht verlassen: Die AfD-Mitglieder müssten ihre Teilnehme beweisen, etwa durch Fotos, um an das Geld heranzukommen.

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Wie der Malaria-Parasit im Knochenmark heranreift

Gefährlicher Mückenstich: Malariaerreger können nicht nur auf den Gestochenen übergehen, sondern – im Fall einer infizierten Person – auch von diesem auf die Mücke und dann auf weitere Personen. (Bild: James Gathany / Keystone)
Malaria kann – über Stechmücken – von Mensch zu Mensch übertragen werden. Diesen Mechanismus besser zu verstehen, sei für die Eindämmung der Tropenkrankheit zentral, schreiben Forscher aus Bern und Glasgow. Sie haben gerade einen wichtigen Beitrag dazu geleistet.

Neue Zürcher Zeitung

Die Infektionskrankheit Malaria gleicht einem Thriller, der sich im menschlichen Körper abspielt: Hauptakteur ist ein Parasit der Gattung Plasmodium. Die Parasiten werden durch den Stich infizierter weiblicher Anopheles-Mücken auf den Menschen übertragen. Dort vermehren sie sich im Blutkreislauf, zunächst ungeschlechtlich.

Nach dem verhängnisvollen Mückenstich muss die infizierte Person nicht unbedingt krank werden. Äusserlich völlig unauffällig, kann sie so zu einem idealen Überträger des Malariaerregers werden. Doch zuvor müssen die Parasiten im Körper der infizierten Person noch eine fatale Wandlung durchmachen.

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Thurgauer ging Kirchenglocke gewaltig auf den Wecker – da griff er zu rabiaten Methoden

Die Kirche Wäldi. zvg
Weil die Kirche seiner Familie den Schlaf raubte, griff ein Anwohner zu rabiaten Mitteln. Die Kirchgemeinde zerrt den Mann sogar vor Gericht.

watson.ch

Das Bezirksgericht Kreuzlingen befasst sich derzeit mit einem äusserst skurrilen Fall.

Ein 45-jähriger Familienvater steht vor Gericht, weil er in der Kirche von Wäldi TG die Glocken zum Schweigen gebracht haben soll. Ende 2015 fiel das Morgengeläut aus unerklärlichen Gründen immer wieder aus. Darauf schickte die Kirchgemeinde mehrmals einen Turmtechniker, der keine Erklärung für die Panne fand.

Erst im Juli 2016 entdeckte man den Übeltäter, wie die Thurgauer Zeitung berichtet. Eine im Dachgebälk versteckte Zeitschaltuhr unterbrach jeweils um 6 Uhr morgens die Stromzufuhr zum Schlagwerk der Turmglocke!

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Als die Kontinente auftauchten

Die junge Erde war fast ein Wasserplanset, denn ein Großteil der Landmassen tauchte erst vor rund 2,4 Milliarden Jahren aus dem Meer auf. © tunart/ iStock
Plötzliche Hebung: Vor rund 2,4 Milliarden Jahren erlebte unser Planet einen tiefgreifenden Wandel – aus dem Urozean stiegen enorme Landmassen auf. Bisher war unklar, wann und wie schnell diese erste Hebung der Kontinente stattfand. Jetzt legen Analysen von Gesteinsproben nahe, dass dieser Prozess relativ abrupt vonstattenging – und dass er dramatische Veränderungen für Klima und das erste Leben der Erde mit sich brachte, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Noch vor 4,5 Milliarden Jahren war unser Planet eine glühende Kugel aus zähflüssigem Magma ohne Kontinente, Ozeane oder Atmosphäre. Erst allmählich kühlte die Urerde ab und eine feste Kruste entstand. Diese war jedoch noch so dünn, dass erst wenige Landstücke aus dem Wasser der Urmeere hinausragten. Die junge Erde war größtenteils ein Wasserplanet.

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Entscheidet die HDP die Wahl in der Türkei?

Der inhaftierte Präsidentschaftskandidat der HDP, Selahattin Demirtas, bei einer Fraktionssitzung (2016). Foto: Yıldız Yazıcıoğlu / gemeinfrei
Die prokurdische Partei könnte der AKP erneut die Parlamentsmehrheit streitig machen

Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Der Wahlkampf in der Türkei läuft schleppend – vor allem der regierenden AKP und Staatschef Recep Tayyip Erdogan scheinen die Ideen und die Puste auszugehen. Während aus dem Regierungslager Durchhalteparolen und Verschwörungstheorien über ausländische Angriffe auf die im Tagestakt weiter abstürzende türkische Währung kommen, dreht die Opposition auf.

Das Bündnis aus CHP und Iyi Parti gibt sich trotz der beschränkten Möglichkeiten einer Kampagne unter Ausnahmezustand und Mediengleichschaltung Mühe, optimistische Botschaften zu verbreiten.

Umfragen zufolge liegen die beiden großen Bündnisse in der Wählergunst nahezu gleichauf bei rund 42 Prozent der Stimmen. Und dann ist da noch die linksliberale HDP, die schon 2015 dafür sorgte, dass die AKP ihre Mehrheit einbüßte, weshalb Erdogan Neuwahlen erzwang.

Die HDP könnte auf 13 Prozent der Stimmen kommen, vielleicht sogar mehr – und das obwohl die Führungsspitze der Partei einschließlich des Präsidentschaftskandidaten Selahattin Demirtas in Haft sitzt.

„Ohne die HDP kann niemand als Sieger hervorgehen“, sagte Demirtas unlängst in einem WDR-Interview. Er ist seit achtzehn Monaten inhaftiert, seine Lage scheint aussichtslos. Und dennoch könnte er mit seiner Aussage Recht behalten.

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Linke bekräftigt Forderung des Nachholens von Feiertagen – Weihnachten plus X?

Die Linke-Bundestagsfraktion bekräftigt ihren Vorstoß, Feiertage nachzuholen, wenn sie auf ein Wochenende fallen. Dies gelte ihrer Ansicht nach auch für christliche Feiertage wie beispielsweise Weihnachten oder Allerheiligen.

DOMRADIO.DE

„In 85 Ländern der Welt gibt es Kompensationsregeln für Feiertage. Nur bei uns nicht“, sagte der Abgeordnete Ralph Lenkert der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstag). Einen entsprechenden Antrag hat die Linksfraktion nach Angaben des Blatts im Bundestag gestellt.

Stress der Beschäftigten reduzieren

„Feiertage nachholen wollen wir, um den Stress für die Beschäftigten zu reduzieren“, so der Abgeordnete. In Deutschland gebe es sehr wenige Streiktage und eine hohe Zuverlässigkeit der Beschäftigten.

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GB: Finanzierung von Schulbbüchern, die Selbstmordattentate lehren

Quelle: Screenshot
Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergab 2016, dass England bei der Alphabetisierung in den Industrieländern an letzter Stelle steht. In derselben Studie wurde auch festgestellt, dass England bei der Rechenleistung in den Industrieländern an zweitletzter Stelle rangiert.

Von Douglas Murray | mena-watch

Selbst unter den Absolventen englischer Universitäten hat die OECD-Studie festgestellt, dass jeder Zehnte über Lese- und Rechenkenntnisse verfügt, die als „niedrig“ eingestuft wurden.

Diese Ergebnisse sind erstaunlich, um nicht zu sagen beschämend. Sie spiegeln die jahrzehntelange Fehlleistung in der britischen Bildung wider, einschließlich der Fehlleitung von Ressourcen. Verständlicherweise beklagten sich mehrere aufeinanderfolgende Regierungen über einen Mangel an Ressourcen. Aber all diese Klagen lassen die nur die Merkwürdigkeit der aktuellen Prioritäten Großbritanniens bei der Finanzierung von Bildung in umso hellerem Licht strahlen.

Kürzlich stellte sich nämlich heraus, dass die britische Regierung letztes Jahr 20 Millionen Pfund an palästinensische Schulen überwiesen hat. Eine Untersuchung des Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education (IMPACT-se) ergab, dass diese Einnahmen für die Finanzierung eines Lehrplans verwendet werden, der nicht den Frieden lehrt, sondern den Einsatz von Gewalt – insbesondere den Dschihad – fördert und zum Martyrium ermutigt. Eine Analyse der Schulbücher, die in von der britischen Regierung finanzierten palästinensischen Schulen verwendet werden, ergab, dass diese Bücher, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) stammen, „Druck auf junge Palästinenser ausüben, Gewalttaten zu begehen“.

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Fast jede zweite geplante Abschiebung abgebrochen

Archivbild eines Transitzentrums für Asylsuchende in Manching Bild: dpa
Die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber gestaltet sich schwierig, immer wieder kommt es zu Komplikationen. Bundespolizei und Fluggesellschaften geben einander die Schuld.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist einem Medienbericht zufolge fast jede zweite geplante Abschiebung in Deutschland abgebrochen worden. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) unter Berufung auf die Bundespolizei berichten, wurden im ersten Quartal 5548 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben. Im selben Zeitraum hätten die Behörden 4752 Rückführungen im Vorfeld abbrechen müssen, etwa weil die betreffenden Personen nicht angetroffen worden seien.

Im Jahr 2017 wurden dem Bericht zufolge 314 Abschiebungen aus diesem Grund abgebrochen, 2016 waren es 139 Fälle.

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Grillen geht unter die Haut

Der beim Grillen entstehende Rauch enthält Schdstoffe – und die gelangen auch über unsere Haut in unseren Körper. © nd-3000/ iStock
Versteckte Kontamination: Ohne es zu merken, nehmen wir beim sommerlichen Grillen Schadstoffe über die Haut auf. Denn Kohlenwasserstoffe aus dem Rauch können die Hautbarriere passieren und so in unseren Körper gelangen, wie jetzt ein Experiment belegt. Die Belastung durch diese „Eintrittspforte“ ist dabei sogar noch größer als durch bloßes Einatmen der Grilldämpfe, wie die Forscher berichten.

scinexx

Mit den sommerlichen Temperaturen beginnt die Grillsaison. Ob Würstchen, Fleisch, Fisch oder Gemüse – das Brutzeln von Nahrhaftem über dem Holzkohlen- oder Gasgrill erfreut sich wachsender Beliebtheit. Kein Wunder: „Das Barbecue verbessert nicht nur den Geschmack des Essens, es ist auch ein willkommener Anlass, um Familie und Freunde um sich zu versammeln“, sagen Jia-Yong Lao von der Jinan University und seine Kollegen.

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Demokratien sterben so langsam, dass es vielen Bürgern nicht einmal auffällt

Wenn sich die politischen Fronten verhärten, gehen auch in gefestigten Demokratien die Lichter aus: Der Government Shutdown in den USA ist eine Folge davon.(Bild: Joshua Roberts / Reuters)
Ist die amerikanische Demokratie in Gefahr? Was sind die Symptome der Krise? Und ist Donald Trump schuld daran? Zwei amerikanische Politikwissenschafter reden Klartext.

Lukas Leuzinger | Neue Zürcher Zeitung

Spätestens seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten stellen sich in den USA viele Menschen offen die Frage, ob das Land auf dem Weg sei, zu einem autokratisch geführten Staat zu werden. Dass sich ein Buch, das diese Frage untersucht, in den vordersten Rängen der Bestsellerlisten klassiert, erstaunt daher nicht. Überraschend ist eher die Autorschaft. Denn die Harvard-Professoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt sind keine Spezialisten für amerikanische Politik. Die beiden beschäftigten sich in ihren bisherigen akademischen Laufbahnen vor allem mit der Entstehung und dem Zusammenbruch von Demokratien in Lateinamerika und Europa. Das erlaubt es ihnen, die Entwicklungen in den USA aus einer breiteren Perspektive zu betrachten.

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„Rebellion gegen Gott“

Darstellung des Zweiten Prager Fenstersturz aus dem Theatrum Europaeum. Bild: wikipedia.org/PD Johann Philipp Abelinus
War der Dreißigjährige Krieg ein Konfessionskrieg? 100 Jahre nach Beginn der Reformation ging es um den rechten Glauben. Aber auch um Macht. Vergleiche zu heutigen Konflikten sind schwierig, der Politologe Herfried Münkler versucht es dennoch.

Nils Sandrisser | evangelisch.de

Ein Haufen empörter Adliger zieht hinauf zur Prager Burg. Mit Degen und Pistolen in den Händen stellen die protestantischen Vertreter der böhmischen Stände die Statthalter des katholischen Königs zur Rede. Sie fürchten um die Religionsfreiheit. Die Lage eskaliert schnell: Die Adligen packen die Statthalter sowie einen Sekretär und werfen sie aus dem Fenster.

Dieser „Prager Fenstersturz“ vom 23. Mai 1618 gilt als Auslöser für den schrecklichsten aller Kriege der Frühen Neuzeit. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) stehen sich protestantische Fürsten und kaisertreue Katholiken gegenüber. Aber auch Schweden, Dänemark, Frankreich sowie das Habsburgerreich und der Papst. Am Ende sind weite Teile des Heiligen Römischen Reichs verheert, mehr als ein Viertel der Bevölkerung getötet.

Vorantreiben der Rekatholisierung

Krieg liegt schon lange in der Luft. Schon 1608 gründen protestantische Fürsten die „Union“ als Verteidigungsbündnis, die Katholiken schließen sich in der „Liga“ zusammen. In Böhmen kommt die Frage hinzu, was der Monarch entscheiden darf und was die Stände, also Adel und Städte. Als Kaiser Matthias die Rekatholisierung vorantreibt und Zugeständnisse zurücknimmt, die sein Vorgänger Rudolf II. den Protestanten in Böhmen und Österreich gemacht hat, setzen sich die böhmischen Stände zur Wehr.

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Sexualisierte Gewalt in der Kirche – Macht und Missbrauch

Zum Glück ist Missbrauch weiter Thema in der Kirche: Australien und Chile sind zu recht in den Schlagzeilen. Vertuschen und Wegsehen scheinen endlich Konsequenzen zu haben. Weltweit wächst die Sensibilität für den Schutz von Kindern und die Notwendigkeit von Missbrauchsprävention.

Felix Neumann | katholisch.de

Angesichts dieses wachsenden Bewusstseins irritiert eine Aussage des vatikanischen Sonderermittlers, Jordi Bertomeu Farnos. Im Unterschied zu den Missbrauchsskandalen in den USA und in Irland gehe es in Chile nicht nur um sexuellen Missbrauch, sondern auch um den von Macht, wird er von den Agenturen zitiert.

Wer die Debatte um Missbrauchsprävention in den vergangenen Jahren verfolgt hat, wundert sich darüber: Als ob es eine chilenische Besonderheit sei, dass sexualisierte Gewalt mit Macht zu tun hat. Als ob in den USA, Irland oder auch Deutschland Macht und Autorität keine Rolle dabei gespielt hätten, dass sich über Jahrzehnte Schweigekartelle halten konnten. Diese Verbrechen lassen sich nicht auf eine missgeleitete Sexualität reduzieren und individualisieren. Die persönlich verantwortlichen Täter handeln in einem Umfeld, das Missbrauch begünstigt hat, und ihre persönliche Macht ist ein wesentlicher Aspekt davon.

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Modeunternehmen wirbt mit Nazi-Spruch

„Jedem das Seine“ – Spruch im Konzentrationslager Buchenwald © Lars K Jensen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
„Jedem das Seine“ – mit diesem Spruch wirbt das Bekleidungsunternehmen Peek & Cloppenburg in einem Werbeprospekt. Der Spruch stand am Eingang des NS-Konzentrationslagers Buchenwald und war als zynische Botschaft an die Lagerinsassen gerichtet.

MiGAZIN

Das Bekleidungsunternehmen Peek & Cloppenburg hat mit dem KZ-Spruch „Jedem das Seine“ für Mode geworben. Der Sprichwort war am Pfingstwochenende in einem Werbeprospekt im Umkreis von bundesweit mehr als 20 Filialen verbreitet worden, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg am Mittwoch dem „Evangelischen Pressedienst“ bestätigte. Die gedruckte Auflage habe bei rund einer Million Exemplaren gelegen. Der Spruch „Jedem das Seine“ stand am Eingang des NS-Konzentrationslagers Buchenwald und war als zynische Botschaft an die Lagerinsassen gerichtet. Die Zahl der Todesopfer im KZ wird auf etwa 56.000 geschätzt.

Es gibt in Deutschland zwei rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit ihren Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Von dem Vorfall betroffen war die Peek & Cloppenburg KG in Hamburg.

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Something Is Sucking Iron Out of Earth’s Crust, and Scientists Think They Know What

Are garnet gemstones behind the case of Earth’s missing iron? Credit: Shutterstock
What makes the Red Planet red? The answer, as Sherlock Holmes might say, is elementary. And that element is iron.

By Brandon Specktor | SPACE.com

The continental crust of Mars is so iron-rich that, over billions of years, surface rocks actually rust when exposed to the meager oxygen in the planet’s atmosphere. The result is a rust-coated planet that appears red, even from Earth.

Earth might rust, too, for that matter, if just a fraction more iron was present in the planet’s continental crust. But something, deep underground, is stealing Earth’s iron.

For decades, scientists have pegged the case of the missing iron on a process involving volcanoes, and a mineral called magnetite that sponges up iron from molten magma pools deep underground. Now, a new paper published May 16 in the journal Science Advances points the finger at a new culprit for Earth’s missing iron. The true thief is not magnetite, researchers from Rice University in Texas say, but a sparkly mineral we all know and love: garnet. [Sinister Sparkle: 13 Mysterious & Cursed Gemstones]

„The accepted wisdom is that magnetite pulls iron from the [magma] melt before the melt rises and gets erupted out at continental [volcano] arcs,“ study author Ming Tang, an assistant professor at Rice University, said in a statement. „Iron depletion is most pronounced at continental arcs, where the crust is thick, and much less so in island arcs, where the crust is thin.“

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NRW für „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“ bei Kirchenasyl

Bei Fällen von Kirchenasyl für von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge will die nordrhein-westfälische Landesregierung weiterhin nach dem „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“ verfahren. Diese Vorgehensweise habe sich bewährt.

DOMRADIO.DE

Durch eine frühzeitige Konsultation zwischen Kirchengemeinde und Ausländerbehörde müssten in jedem konkreten Fall von Kirchenasyl „Handlungsspielräume im Rahmen des geltenden Rechts“ sorgfältig ausgelotet werden, erklärte NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch auf eine parlamentarische Anfrage der AfD im Düsseldorfer Landtag.

Stamp erinnerte daran, dass es in NRW bereits seit mehr als 20 Jahren Absprachen mit den Kirchen für Fälle von Kirchenasyl gebe. Grundlage dafür sei eine Vereinbarung mit der Evangelischen Kirche im Rheinland aus dem Jahre 1995. Darin werde „dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“ eine besondere Bedeutung beigemessen.

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Der US-Botschafter und der falsche Tempel in Jerusalem

foto: screenshot haaretz Dass auf dem Foto weder …
David Friedman ließ sich mit einem Bild Jerusalems fotografieren, auf dem statt Felsendom und al-Aqsa-Moschee der dritte jüdische Tempel abgebildet ist

Lissy Kaufmann | derStandard.at

Botschafter David Friedman sei in dem Moment nicht klar gewesen, welches Bild ihm da vorgeschoben wurde, lautete das Statement der US-Botschaft am späten Dienstagabend. Es war der Versuch einer Schadensbegrenzung, doch da war es schon zu spät: Das Foto, das den Diplomaten mit dem umstrittenen Bild zeigt, kursierte da längst in den sozialen Netzwerken, Israels Medien berichteten, die Nachricht verbreitete sich schnell: Friedman hatte sich zuvor bei einem Besuch im ultraorthodoxen Tel Aviver Vorort Bnei Brak mit einer Luftaufnahme ablichten lassen, die statt al-Aqsa-Moschee und Felsendom einen dritten jüdischen Tempel zeigte. Er war in das Foto hineinmontiert worden.

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Absolutistisches Saudi-Arabien: Viel schlechter als sein Ruf

Nur der Kronprinz bestimmt, wie die Gesellschaft auszusehen hat. Kritiker sind „Extremisten und Verräter“. Für den Westen gehört das Land zu den „Guten“

Thomas Pany | TELEPOLIS

Medien folgen politischen Vorgaben. Wer die momentane Nachrichtenlage in der westlichen Hemisphäre verfolgt, gewinnt angesichts der insistierenden Schilderung Irans als Sponsor des internationalen Terrors und große Bedrohung für den regionalen Frieden den Eindruck, dass es sich bei den Gegenspielern des „iranischen Regimes“ nur um hauptsächlich „gute Nationen“ handeln kann.

Diese werden in der Medienwahrnehmung regiert von zumindest gut Gesinnten, solchen, die vielleicht noch ein bisschen brauchen mit ihren demokratischen Fortschritten, die aber doch prinzipiell den Anschluss suchen an die freie westliche Welt und deren Werten. Wie zum Beispiel Saudi-Arabien, wo derzeit mehrere Frauen und Männer ohne Zugang zu Anwälten in Polizeigewahrsam sind, weil sie für Frauenrechte eintreten.

Das Land sei „viel besser als sein Ruf“, stellte die Tagesschau im Mai letzten Jahres fest. Der Beitrag ist mittlerweile nicht mehr ohne weiteres online zu finden, die Hoffnung, die darin zum Ausdruck kam, ist noch präsent.

Die Hoffnung lautet, dass in Saudi-Arabien jetzt einiges an Reformen in Bewegung kommt und das Land auf einem guten Weg ist, wofür sich der ARD-Experte Carsten Kühntopp als engagierter Autor zeigt: „Kronprinz Mohammed bin Salman will Reformen, die auch die Religion betreffen und vor allem die Situation der Frauen verbessern sollen. Im US-Fernsehen sagte er jetzt ‚Extremisten‘ den Kampf an“, äußerte Saudi-Arabien-ist besser-als-sein-Ruf-Autor Kühntopp Ende März im Deutschlandfunk:

Viele Saudis reiben sich verwundert die Augen: Über Jahrzehnte wurden sie von gebrechlichen alten Männern regiert – jetzt krempelt ein 32-Jähriger ihr Land um. Von seinem Vater, dem König, hat Mohammed bin Salman, der Kronprinz, die Lizenz dazu bekommen. Er hat Reformen angestoßen, die die saudische Gesellschaft in den kommenden 10, 20 Jahren tiefgreifend verändern könnten.

Deutschlandfunk

Immerhin unterlässt der ARD-Korrespondent in Kairo die Festlegung, dass die tiefgreifenden Veränderungen positiv ausfallen. Auch ist er bei weitem nicht der Einzige, der sich von Mohammed Bin Salman Reformen erwartet, die Saudi-Arabien deutlich verändern. Wie die gesellschaftlichen Veränderungen konkret aussehen werden, weiß niemand genau. Als wichtiges Kriterium wird meist die Annäherung an die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern genannt.

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Basel verbietet Gerichtsschreiberinnen das Tragen eines Kopftuches

Themenbild
Eine Juristin, die sich in Basel mit einem Kopftuch für ein Gerichtsvolontariat beworben hatte, hat einen Grundsatzentscheid ausgelöst: Die Basler Gerichte untersagen Justizpersonen im Gerichtssaal das Tragen religiöser Symbole.

Daniel Gerny | Neue Zürcher Zeitung

Das Tragen religiöser Bekleidung sorgte bis anhin vor allem an Schulen für Konflikte, doch mehr und mehr verlagert sich die Debatte auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens: Der Kanton Basel-Stadt hat am Mittwoch entschieden, allen auf der Seite der Justiz an Gerichtsverfahren beteiligten Personen das Tragen sichtbarer religiöser Symbole bei Gerichtsverhandlungen zu verbieten. Auslöser ist die Bewerbung einer muslimischen Juristin für ein Gerichtsvolontariat, die gemäss dem Foto auf ihrer Bewerbung ein Kopftuch trägt. Basel-Stadt ist der erste Kanton, der einen solchen Entscheid fällt.

An Schulen bereits verboten

Die Gerichte seien zu Unabhängigkeit und religiöser Neutralität verpflichtet, lautet die Begründung für den Beschluss: «Entsteht auch nur schon der Anschein, dass dies anders sein könnte, ist das Vertrauen in die Justiz und die Akzeptanz der Entscheidungen gefährdet.» Der Entscheid fällt in Basel in die Kompetenz des Gerichtsrates, dem Vertreter aller kantonalen Gerichte angehören.

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Bundeswehr: 75 Gewehre und Pistolen und 57 000 Schuss Munition fehlen

Unter den entwendeten Waffen befinden sich auch zehn Sturmgewehre des Typs G36. (Foto: picture alliance / Patrick Seege)
  • In den vergangenen acht Jahren wurden bei der Bundeswehr 75 Schusswaffen verschiedener Typen und fast 57 000 Schuss Munition entwendet.
  • Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage von zwei Grünen-Abgeordneten hervor.
  • Zudem wurden in den vergangenen zwei Jahren vier Soldaten als Angehörige der „Identitären Bewegung“ identifiziert.

Süddeutsche Zeitung

Bei der Bundeswehr sind in den vergangenen Jahren insgesamt 75 Gewehre und Pistolen sowie fast 57 000 Schuss Munition entwendet worden. Die Zahlen stammen aus einer vertraulichen Liste des Verteidigungsministeriums, berichtet der Spiegel.

Die Verluste seit dem Jahr 2010 betreffen demnach alle bei der Bundeswehr eingesetzten Waffentypen, darunter das Standard-Sturmgewehr G36 (zehn Stück), G3-Sturmgewehre (13), das schwere Maschinengewehr MG3 (sechs), Pistolen vom Typ P7 und P8 (insgesamt 19) und die jeweils passende Munition für die Waffen.

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