Der Meteorit, der die grosse Wärme brachte


Image Credit: NASA/Don Davis
Vor 66 Millionen Jahren eliminierte ein Meteoriteneinschlag die Dinosaurier. Die klimatischen Auswirkungen des Einschlags waren noch 100 000 Jahre später spürbar.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Der Einschlag eines Meteoriten vor 66 Millionen Jahren trug nicht nur entscheidend zum Aussterben der Dinosaurier bei. Er führte ausserdem zu Waldbränden, die zahlreichen Vogelarten den Lebensraum nahmen. Ausserdem löste der Einschlag eine langanhaltende Wärmeperiode aus. Das geht aus zwei neuen wissenschaftlichen Studien hervor.

Analyse von Fischknochen

Der Aufprall des Meteoriten von Chicxulub im heutigen Mexiko schleuderte grosse Mengen Staub in die Höhe. Dadurch wurde es dunkel auf der Erde, und die Luft kühlte sich für ein paar Jahre ab. Nachdem sich der Staubschleier verzogen hatte, erwärmte sich die Atmosphäre deutlich: Die Temperatur kletterte auf ein Niveau, das ungefähr fünf Grad Celsius höher war als vor dem Einschlag, und verharrte dort 100 000 Jahre lang. Das schliesst ein Team um Ken MacLeod von der University of Missouri in Columbia aus einer Analyse von Resten fossiler Fischknochen.

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