Menke: Über Glaubensfragen entscheidet nicht die Mehrheit


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Karl-Heinz Menke ist Mitglied der Internationalen Theologenkommission. Jetzt äußert er sich zum Eucharistie-Streit der deutschen Bischöfe. Ihre geplante Handreichung nennt er „mangelhaft“.

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Der Bonner katholische Theologe Karl-Heinz Menke ist dagegen, den Mechanismus demokratischer Mehrheitsentscheidungen auf theologische Debatten in der Kirche zu übertragen. Das von Papst Franziskus geforderte Prinzip der Synodalität sei „strikt zu unterscheiden von dem demokratischen Prinzip, dass stets die Mehrheit entscheidet“, sagte der emeritierte Dogmatik-Professor am Freitag dem Internetportal „domradio.de“.

„Man kann über die Wahrheit, die Christus ist, nicht nach dem Mehrheitsprinzip abstimmen“, betonte Menke. Gleichwohl könnten viele Fragen rund um Organisation und Struktur auch demokratisch geregelt werden: „Es geht ja nicht immer um Glaubensfragen oder um Themen, die von diesen Fragen nicht zu trennen sind.“

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