Eine Deutsche beim IS: Fanatische Muslimin oder einfach nur naiv?


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Sandra M. kommt aus München. Doch 2015 reiste sie nach Syrien und schloss sich dem IS an. Von dessen Gräueltat will sie nichts mitbekommen haben. War sie fanatisch oder einfach nur naiv?

Von Daniel Hechler | tagesschau.de

Es hätte schlimmer kommen können: Sandra M. lebt mit ihren vier Kindern in einem Zelt auf 23 Quadratmetern. Ein paar Matratzen, Decken, eine Kochstelle. Sie haben genug zu essen, zu trinken, es gibt Medikamente. Auf einem kleinen Fernseher laufen Trickfilme für die Kleinen.

Hinter ihr liegen Krieg, Terror, Todesangst. Und doch will sie weg aus diesem Lager im Norden Syriens, zurück in die alte Heimat, so schnell es geht. Die Tristesse, das Gerede, die Missgunst unter manchen Frauen hier setzen ihr zu.

„Bitte bringt uns wieder zurück nach Deutschland“

Vor allem eine Bitte will sie im Gespräch mit dem ARD-Studio Kairo deshalb loswerden: „Ich möchte meiner Regierung gerne sagen: Bitte nehmt uns zurück, bringt uns wieder zurück nach Deutschland!“ In das Land also, dem sie 2015 den Rücken kehrte, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen.

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