Im Netz ist jeder für sich selbst verantwortlich


Peter Huth Quelle: Martin U. K. Lengemann
Selbstverständlich gibt es heftigen Missbrauch im Netz und schwere Kriminalität. Aber auch beim Datenschutz sollte die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben – und eine realistische Einschätzung, worüber man spricht.

Von Peter Huth | DIE WELT

Das große Vergessen beginnt mit dem großen Erinnern. Es muss so sieben oder acht Jahre her sein, da bestellte ich in einem Webshop zwei angeblich echte Barcelona Chairs. Die stellten sich als sehr plumpe und minderwertige Fälschungen heraus, die ich zurückschicken musste. Verpacken Sie mal zwei Sessel und wuchten sie zur Post!

Da möchte man eigentlich nicht dran erinnert werden, und ich hatte es ja auch schon fast vergessen – bis die E-Mail kam mit dem etwas befremdlichen Einstieg: „Peter, was ist aus Dir geworden?“, aber darum ging es nicht, sondern natürlich, wie in den Hunderten von E-Mails der vergangenen Tage, um die DSGVO, die Datenschutz-Grundverordnung.

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