Wer rettet die Strände vor dem Untergang?


Jedes Jahr werden auf Sylt eine Million Kubikmeter Sand wieder aufgespült, die das Meer im Winterhalbjahr mitgerissen hat Quelle: picture-alliance / DUMONT Bildar
Die Küsten bröckeln, das Meer spült den Sand weg. Und schuld ist der Mensch. Doch es gibt Hoffnung: Forscher haben entdeckt, dass die Strände wieder breiter werden. Sind die Badeferien noch zu retten?

Von Sarah Maria Brech | DIE WELT

Am 4. Januar 2017 hatte Zempin auf Usedom einen breiten Sandstrand und einen schönen Spazierweg, den Hochuferweg. Am 5. Januar war all das größtenteils zerstört. In der Nacht hatte Sturmtief „Axel“ gewütet. Die aufgewühlten Wellen rissen auf einer Länge von 180 Metern Sand, Steilufer und den gepflasterten Weg in die Tiefe, außerdem die Hälfte eines Imbissgebäudes am Weg.

Es gibt Bilder der bröckelnden Küste und des halbierten Häuschens, in dem noch ein Herd samt Dunstabzugshaube an der Wand stand. Schon wieder ein Strand verloren, verschlungen vom Meer? In Zempin sieht es längst wieder ganz anders aus. Der Hochuferweg wird bis Ende Juni repariert. Ein Teil des Strandes ist schon wieder aufgeschüttet. Noch in diesem Jahr soll er komplett aufgespült werden.

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