China und die USA weiter militärisch und wirtschaftlich im Konflikt


USS Higgins. Bild: US Navy
Zwei US-Kriegsschiffe dringen in von China beanspruchtes Gebiet zu Manövern ein, zuvor hatten die USA China an der Teilnahme von Militärübungen erstmals ausgeladen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Man muss zweifeln, inwiefern die Aktionen der amerikanischen Regierung koordiniert sind. Gerade gab es ein Hin und Her mit Drohungen und Zusagen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un, was aber offenbar doch auf ein Treffen der beiden hinauslaufen könnte. Beide suchen den Erfolg und die Aufmerksamkeit, für Kim Jong-un könnte es auch ein Spiel sein, um ernsthafte Konsequenzen weiter hinauszuschieben. Mit der demonstrativen Zerstörung des Atomwaffentestgebiets dürfte Nordkorea nur versucht haben, den durch den letzten Atomwaffentest entstandenen Schaden, der die weitere Atomwaffenentwicklung behindert, zu einer politischen Geste zu machen.

Kaum aber scheint es mit Nordkorea wieder voranzugehen, setzt das Pentagon auf Konflikt mit China. Trump hatte trotz Nordkorea, wo er Chinas Hilfe bräuchte, den Handelskrieg vorangetrieben, jetzt aber sind wieder US-Kriegsschiffe in das Gebiet der Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer eingedrungen. Der Zerstörer USS Higgings und das Lenkwaffenkreuzer Antietams, der bekannt wurde, weil er im Januar 2017 bei der japanischen Marinebasis Yokosuka auf Grund lief, sind in das Gebiet gefahren und haben dort Manöver durchgeführt, die China als Provokation betrachtet, was sie wohl auch sind. China beansprucht die Inselgruppe, steht dabei aber wie auch in anderen Gebieten im Südchinesischen Meer in Konflikt mit den Nachbarstaaten, die ebenfalls territoriale Ansprüche erheben und Sorge vor einer Ausdehnung von Chinas Macht haben.

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