Nigeria: Satanische Morde


Im nigerianischen Bundesstaat Benue werden die katholischen Priester Joseph Gor und Felix Tyolaha sowie 17 weitere Gläubige beigesetzt. Bild: AFP
In Nigeria nimmt die Gewalt muslimischer Viehzüchter gegen christliche Ackerbauern zu. Der Konflikt im Zentrum Afrikas bevölkerungsreichstem Staat droht zum Religionskrieg zu werden.

Von Thilo Thielke | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Enough of this Madness“ und „Make Nigeria Safe Again“ stand auf Plakaten, die Demonstranten am vergangenen Dienstag durch die Wirtschaftsmetropole Lagos trugen: Schluss mit dem Irrsinn, macht Nigeria wieder sicher. Zehntausende waren auf den Straßen von Afrikas bevölkerungsreichstem Staat unterwegs – auch in der Hauptstadt Abuja, wo Erzbischof Anselm Umoren gemeinsam mit weißgekleideten Priestern einen Protestzug von Tausenden schwarzgewandeter Christen anführte, „um für die Opfer der barbarischen und satanischen Morde zu beten“.

Die Demonstranten befürchten einen weiteren religiösen Konflikt. Bereits seit Jahren tyrannisieren die Islamisten von Boko Haram den Norden des Landes; rund 20.000 Menschen fielen dem Gemetzel bereits zum Opfer. Nun häufen sich die Massaker auch im Herzen Nigerias, wo die Konflikte zwischen Viehhirten und Ackerbauern zunehmen.

weiterlesen