Ausbleibende Empörung – christliche Glaubwürdigkeit beim Lebensschutz


Am Mittwoch wies Günter Assenmacher hier Donald Trumps Rede von Migranten als „Tiere“ zurück. Er zitierte, zunächst zustimmend, einen FAZ-Kommentar zum Bruch „mit einem zivilisatorischen Minimum. Wo bleibt der weltweite Aufschrei?

Andreas Püttmann | katholisch.de

Der Protest der vielen Christen, denen nichts heiliger ist als das ungeborene Leben?“ – befand aber dazu: „Den Seitenhieb hätte sich der Kommentator sparen können.“ Wirklich?

Die Überzeugungskraft der christlichen Botschaft und ihrer Lehre von der Unantastbarkeit menschlichen Lebens hängt nicht nur von ihrer ideellen Plausibilität, sondern auch vom praktischen Zeugnis der Christen ab, einschließlich ihrer Distanz zu menschenfeindlichen Positionen oder Politikern. Wo immer Kirche sich im Bett autoritärer Kräfte prostituierte oder selbst inhuman agierte, blieb ihre Glaubwürdigkeit lange lädiert.

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