Kritik an Mohammed-Karikaturenwettbewerb


Themenbild. Screenshot: bb
Als pure Provokation, die zu einer zunehmenden Polarisierung beitrage und als „verantwortungslos“, hat die Wiener Sozialethikerin Irene Klissenbauer den vom niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders initiierten Mohammed-Karikaturenwettbewerb kritisiert.

religion.ORF.at

In einem Gastkommentar für die Tageszeitung „Der Standard“ (Montag-Ausgabe) bestritt Klissenbauer die Behauptung des Chefs der Freiheitspartei (PVV), er wolle mit seinem Vorstoß im niederländischen Parlament die Meinungsfreiheit in den liberalen Gesellschaften verteidigen: Was Wilders jetzt tue, sei „kein produktiver Beitrag“ dazu, sondern diene letztlich dazu, „Kunst politisch für seine Zwecke zu missbrauchen“.

In liberalen Demokratien stehe „außer Frage, dass Kritik möglich ist, dass auch Weltanschauungen und Religionen und vor allem bestimmte Entwicklungen in diesen kritisiert, ja bis zu einem gewissen Grad auch lächerlich gemacht werden können“, gestand die Theologin zu. Aber wie für alle Freiheitsrechte gelte auch für die Kunstfreiheit, „dass sie nicht grenzenlos ist“. Laut Klissenbauer bedarf es anhand von Anlassfällen einer Diskussion darüber, wie weit Kunst gehen kann, „wie viel (auch religiöse) Menschen aushalten können müssen, ob Kunst auf religiöse Verbote – wie etwa im Islam das Bilderverbot – Rücksicht nehmen sollte“.

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