Offenbar jahrelanger Betrug an Berliner Ausländerbehörde


Die Berliner Ausländerbehörde ist Teil des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten in Moabit.Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Mit falschen Papieren und Scheinehen soll eine Schleuserbande Aufenthaltstitel für mehr als 200 Nigerianer besorgt haben.

Von Florian Schumann | DER TAGESSPIEGEL

Die Berliner Ausländerbehörde soll jahrelang Aufenthaltskarten auf Basis gefälschter Dokumente ausgestellt haben. Das berichtet der rbb. Mit einem immer gleichen Trick sollen sich mehr als 200 Nigerianer auf diesem Weg ihren Aufenthaltsstatus erschlichen haben. Eine sechsköpfige Bande, die inzwischen vor dem Landgericht Berlin angeklagt ist, habe den Betrug organisiert. So seien Paare, die sich als portugiesisch-nigerianische Ehepaare ausgegeben hätten, in der Berliner Ausländerbehörde erschienen.

Die Frau stammte laut den Recherchen in der Regel aus dem portugiesischen Drogenmilieu und sei extra für den Termin eingeflogen worden. In der Ausländerbehörde beantragte sie dann für den nigerianischen Mann eine „Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Bürgern der EU“.

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