Schizophrenie: Die Rolle der Plazenta


Während der Schwangerschaft ist das Kind über die Plazenta mit der Mutter verbunden. © 7activestudio/ istock
Folgenreiches Zusammenspiel: Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen erhöhen womöglich das Risiko für eine genetisch bedingte Schizophrenie des Kindes. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Plazenta, wie eine Studie offenbart: Zeigt der Mutterkuchen Anzeichen von Stress, werden mit der psychischen Störung assoziierte Risikogene dort vermehrt abgelesen. Bei Schwangerschaften mit Jungen sind die fraglichen Gene besonders aktiv – dies könnte erklären, warum Männer zwei- bis viermal so häufig erkranken wie Frauen.

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Schizophrenie ist eine psychische Störung, bei der die Gedanken und Wahrnehmungen der Betroffenen im Vergleich zu gesunden Menschen stark verändert sind. Als Folge haben die Patienten häufig Probleme bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben und im Umgang mit Anderen. Das Leiden betrifft rund ein Prozent der weltweiten Bevölkerung – eine Aussicht auf Heilung gibt es für diese Menschen bislang nicht.

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