Steinmeier warnt vor der Bagatellisierung von Nazi-Verbrechen


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum 60-jährigen Bestehen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste vor einer Bagatellisierung der nationalsozialistischen Verbrechen gewarnt.

EKD

Historische Aufklärung und politische Verantwortung seien Wesenskern der Demokratie in Deutschland, erklärte Steinmeier bei einem Festakt in der Französischen Friedrichstadtkirche zu Berlin. Die Verantwortung für die eigene Geschichte anzunehmen sei ein langer, mitunter mühevoller Prozess gewesen, der aber zu keinem Zeitpunkt gegen Deutschland oder die Deutschen gerichtet gewesen sei. An dem Festakt nahmen rund 500 Gäste aus dem In- und Ausland teil, darunter Holocaust-Überlebende und ehemalige Freiwillige der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Zur Übernahme der Verantwortung für die eigene Geschichte gebe es für die Deutschen auch heute keine Alternative, ergänzte der Bundespräsident. Schande zögen diejenigen auf sich, die erneut die Verbrechen des Vernichtungskrieges und des Völkermords bagatellisieren, sagte er mit Blick auf aktuelle „geschichtsrevisionistische Manöver“, allerdings ohne konkrete Namen oder Parteien zu nennen.

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