Tag der Frauengesundheit: Medizin ist nicht geschlechtsneutral


Von systematischer Über-, Unter- und Fehlversorgung sind Millionen Frauen in Deutschland betroffen. Foto: dpa
Medizin ist nicht geschlechtsneutral. Ob Diagnosen, Verordnungen, Therapien oder Operationen: Das Geschlecht der Erkrankten macht einen Unterschied. Dass etwa Herzinfarkte traditionell Männern zugeschrieben werden, führte über Jahrzehnte hinweg dazu, dass bei Frauen der Infarkt oft nicht erkannt wurde.

Von Stefan Sauer | Berliner Zeitung

Dies ist das wohl bekannteste Beispiel für medizinische Fehlleistungen, die  geschlechtsbezogenen Vorurteilen geschuldet sind. Aber es ist längst nicht das einzige. Frauen werden nicht nur unterversorgt – wie beim Infarkt – ihnen werden auch Erkrankungen zugeschrieben, die dann mit unnötigen, oft schädlichen Arzneimitteln und Operationen „therapiert“ werden. Von systematischer Über-, Unter- und Fehlversorgung sind Millionen Frauen in Deutschland betroffen. Und dies nicht nur am 28. Mai, dem Internationalen Tag der Frauengesundheit.

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