Multiple Sklerose: Die Nerven schonen


foto: istockphoto Die Schaltzentrale des menschlichen Organismus: Hier laufen die Impulse von vielen Milliarden Nervenzellen zusammen. Bei MS sind Teile des Nervensystems gestört.
In Österreich leiden 12.500 Menschen an einer Form von multipler Sklerose. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Krankheit

derStandard.at

Im menschlichen Organismus sind viele Systeme miteinander verwoben. Das menschliche Nervensystem ist hochkomplex, und wie genau es funktioniert, ist Gegenstand der Forschung. Die große Herausforderung: Es besteht aus mehreren Milliarden Nervenzellen, die das Gehirn mit dem gesamten Körper verbinden – bis in die kleine Zehe sozusagen. Die Weiterleitung von Impulsen ist Aufgabe der Neuronen. Sie sind eine Art Nachrichtenübermittler, die Denken, Fühlen und Handeln möglich machen.

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des aus Gehirn und Rückenmark bestehenden Zentralnervensystems (ZNS). Die Entzündungsherde befinden sich an vielen (multiplen) Stellen im ZNS und führen dort zur Verhärtung und Vernarbung (Sklerose) des betroffenen Gewebes. „Wir gehen davon aus, dass bei MS das körpereigene Immunsystem fehlgeleitet ist“, sagt Barbara Kornek von der Universitätsklinik für Neurologie an der Med-Uni Wien. Bei der MS sind viele Kriterien einer Autoimmunerkrankung erfüllt, aber nicht alle.

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