Ötzi hatte gleich drei Verkalkungen im Herzbereich


Die Gletschermumie «Ötzi» wird im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen untersucht. (Bild: Augustin Ochsenreiter / Keystone)
Der wohl älteste nachgewiesene Fall von Gefässverkalkung zeigt, wie stark unsere Gene bei der Entstehung einer Arteriosklerose mitspielen.

Neue Zürcher Zeitung

Die Verkalkungen im Herzbereich des «Mannes aus dem Eis» fanden Radiologen des Bozner Spitals bei umfassenden Untersuchungen mit dem Computertomographen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen im Fachblatt «RöFo – Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen» publiziert. Daneben wies die Gletschermumie auch Verkalkungen im Bereich der Halsschlagader und an den Arterien der Schädelbasis auf.

Werte eines 45-Jährigen

Die gemessene koronare Kalklast sei mit der eines 40- bis 50-Jährigen hellhäutigen Mannes aus heutiger Zeit vergleichbar, heisst es in der Studie. Da Ötzi keine überwiegend sesshafte Lebensweise führte, schlussfolgern die Autoren, Patrizia Pernter, Beatrice Pedrinolla und der ehemalige Primar der Röntgenabteilung im Spital Bozen, Paul Gostner, dass bei die genetische Veranlagung ein wichtiger Auslöser für Arteriosklerose war.

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