Deutschland: „Menschen rufen zu Judenmord auf – keinen interessiert es“


„Das Judentum 2018 soll sich nicht auf Holocaust und Antisemitismus beschränken“, wünscht sich Alfi Goldenberg, der Vizepräsident für Sport von Makkabi Deutschland Quelle: Quirin Leppert
Der Organisator der Makkabi Junior Games sagt: Dass Merkel „gebetsmühlenartig“ Antisemitismus verurteile, helfe Betroffenen wenig. Für Alfi Goldenberg ist die Überzeugung, dass etwas wie die Schoah nie wieder geschehen könne, „weit weg“.

Von Martin Niewendick | DIE WELT

Alfi Goldenberg ist Vizepräsident für Sport des jüdischen Verbands Makkabi Deutschland – und hat das Event Junior Games in München organisiert. Im Gespräch mit WELT erklärt der 38-Jährige seine Sicht auf den erstarkten Antisemitismus hierzulande.

WELT: Es ist das erste Mal, dass die Makkabi Junior Games in Deutschland stattfinden. Wie ist die Idee entstanden?

Alfi Goldenberg: Wir waren letztes Jahr bei der großen Makkabiade in Israel, die alle vier Jahre stattfindet. Das ist das drittgrößte Sportevent der Welt. Ich war zuständig für die Jugend, wir waren mit knapp 100 Sportlern in Haifa. Dort ist eine tolle Gruppendynamik entstanden. Und das wollte ich so schnell wie möglich aufgreifen. Ich habe mir gesagt: Es muss im nächsten Jahr schnellstmöglich ein Event für Jugendliche geben! Natürlich sind die Spiele auch immer eine Gelegenheit für die Jugendlichen, sich auszutauschen, kulturell, freundschaftlich und religiös.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.