Die Hijabistas sind los


Fließende Schleier, Goldbrokat, üppige Stickereien: Islamische Mode in Indonesien ist Märchenprinzessin statt Aschenputtel. Die Macher haben gute Chancen, damit Weltmarktführer für sittsame Couture zu werden.

Von Ulrike Putz | SpON

Das Wunderkind der sogenannten Modest-Fashion-Szene trägt heute Gold: Dian Pelangi, 27, schreitet in einer schweren Robe und unter eng anliegendem Schleier durch den Flagshipstore ihrer gleichnamigen Modemarke. Mit seinen geschnitzten Schränken, in denen Hunderte opulenter Gewänder hängen, wirkt das traditionelle Holzhaus in Indonesiens Hauptstadt Jakarta wie die Kleiderkammer einer Märchenprinzessin. Märchenhaft sind auch die Preise. Ein Entwurf von Dian Pelangi schlägt schnell mal mit weit über 1000 Euro zu Buche. „Modest Fashion braucht viel Stoff“, erklärt Pelangi die vielen Millionen Rupien auf den Preisschildern. „Lange Ärmel, lange Röcke und die Schleier – bei handgefärbter Seide geht das ins Geld.“

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