Ein beträchlicher Teil der Westeuropäer hängt populistischen Vorstellungen an


Bild: TP
Populisten trauen nach einer PEW-Umfrage den gelisteten Nachrichtenmedien weniger und sehen deren Berichterstattung mit größerer Skepsis

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Nachrichtenmedien sind in einer Krise, zumindest die traditionellen Medien, die sich gerne als „Qualitätsmedien“ im Unterschied zu den Schmuddelmedien begreifen. In den USA wurde sogar ein Präsident gewählt, der den Umbruch zu den Onlinemedien mit auskämpft und gegen die alten Mainstreammedien antritt, die er in Analogie zur Lügenpresse als Fake News bezeichnet. Diese wiederum werfen Trump vor, selbst Lügen zu verbreiten, alternative Fakten zu schaffen und im Verein mit russischen „Beeinflussungsoperationen“ das Vertrauen in die demokratischen Institutionen, wozu auch die Presse gehört, zu untergraben. Deutlich wird daran, dass ein Kampf nicht nur um die Deutungshoheit ausgefochten wird, sondern auch, welche Medien das Sagen haben, was die Gesellschaft nur weiter spaltet.

Auf diesem Hintergrund hat Pew Research Ende 2017 eine Umfrage in acht europäischen Ländern (Dänmark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Schweden, Spanien) durchführen lassen. Das Vertrauen in die Medien hängt danach stark von der politischen Haltung ab. Menschen, die rechten, populistischen Ideologien anhängen, deren Vertreter auch der amerikanische Präsident ist, haben ein deutlich geringeres Vertrauen in „Nachrichtenmedien“. Die Autoren haben für jedes Land eine spezifische Auswahl getroffen, für Deutschland waren es: ARD, Sat1, RTL, Bild, Süddeutsche Zeitung (SZ), Spiegel, FAZ, taz.

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