China: Durchbruch bei Züchtung von salztoleranten Reissorten

Bild (Illustration): mininatto/CC BY-2.0
Nach Medienberichten ist es gelungen, in Dubai einen Ertrag von 7,5 Tonnen pro Hektar zu erzielen, aber ganz ohne Süßwasser geht es nicht, der Reis wächst nur in verdünntem Salzwasser

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wenn man den Berichten glauben kann, dann könnte China einen wichtigen Schritt für die Ernährung der Menschheit in Zeiten der Klimaerwärmung, der sich ausbreitenden Trockenheit und der Süßwasserknappheit gemacht haben (Nahost-Konflikt: Kampf ums Wasser). Angeblich ist es gelungen, Reissorten zu züchten, die in salzhaltigem Wasser gedeihen. Jetzt wurde in Dubai in Zusammenarbeit mit Sheikh Saeed Bin Ahmed Al Maktoum Reis, der im Januar in verdünntem Meerwasser angepflanzt wurde, geerntet – offenbar war die Ernte ein großer Erfolg. Geerntet wurden bis zu 7,5 Tonnen pro Hektar, durchschnittlich liege der Ertrag pro Hektar bei 3 Tonnen.

Das Projekt, salztolerante Reissorten zu züchten, geht schon vierzig Jahre zurück. In den 1970er Jahren wurde in China in der Nähe eines Mangrovenwald an der Küste eine wilde Reissorte entdeckt. Seitdem wurden Reissorten gekreuzt, um die Toleranz und den Ertrag zu stärken, was nun zu einem Erfolg geführt hat.

Geplant ist, mit Geldern der Seidenstraße-Initiative und Banken aus Dubai eine 100 Hektar große Versuchsfarm noch in diesem Jahr aufzubauen, um dann in großem Stil Tests durchzuführen mit dem Ziel, im Jahr 2020 mit dem kommerziellen Anbau zu beginnen.

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CO2-Fußabdruck: Köln vor Berlin

Köln ist die deutsche Stadt mit den größten CO2-Fußabdruck. Sie liegt unter den Top 500 auf Rang 31. © Simon Lukas/ iStock
Köln und Berlin sind dabei, London, Paris und New York, aber auch Seoul und Guangzhou: Sie alle gehören zu den Top 100 der Städte mit dem größten CO2-Fußabdruck weltweit. Zusammen sind diese 100 Städte immerhin für knapp 20 Prozent des gesamten globalen Kohlendioxidausstoßes verantwortlich, wie eine Studie enthüllt. Das unterstreiche die Bedeutung urbaner Regionen für den Klimawandel, aber zeige auch Ansatzstellen für den Klimaschutz, so die Forscher im Fachmagazin „Environmental Research Letters“.

scinexx

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten und Ballungsräumen, Tendenz steigend. Durch die Urbanisierung konzentrieren sich Wirtschaftskraft und Wohlstand vieler Länder in den städtischen Räumen, gleichzeitig aber sind sie auch für rund 70 Prozent des Weltenergiebedarfs und für besonders hohen Ressourcenverbrauch verantwortlich.

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Werbeverbot für Abtreibungen: Ethikrat Theologe Dabrock fordert Erhalt des Status quo

Bild: Deutscher Ethikrat
Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, plädiert in der Debatte um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche für den Erhalt der bisherigen Gesetzeslage.

Roland Gertz, Christiane Ried | evangelisch.de

Die deutsche Regelung, dass eine Abtreibung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche „rechtswidrig, aber straffrei“ sei, finde er ethisch überaus bedeutsam, sagte Dabrock dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bringe sie doch zum Ausdruck: Ein Schwangerschaftskonflikt sei zwar nicht mit den Mitteln des Rechts zu lösen, aber trotzdem müssten solche Fälle rechtlich geregelt sein. Wenn einmal menschliches Leben da sei, komme diesem auch Schutz zu. Dieser Schutz könne in der Schwangerschaft aber nicht gegen die werdende Mutter durchgesetzt werden.

Es sei einerseits intuitiv nachvollziehbar, dass man für eine rechtswidrige Tat nicht werben dürfe, betonte der evangelische Theologe und Ethiker. Auf der anderen Seite müssten Frauen aber auch Informationsmöglichkeiten für Schwangerschaftsabbrüche bekommen können – jenseits von „spektakulärer, sich inszenierender Werbung“. Die Politik müsse nun überlegen, wie sie dies gewährleisten könne, ohne „die Architektur der Schwangerschaftskonfliktregelung um den Paragrafen 218“ aufzugeben.

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Das EuGH-Urteil zur Familien­zusammen­führung von Flüchtlingen

Dr. Constantin Hruschka © privat, bearb. MiG
Der Europäische Gerichtshof hat im April 2018 den Familiennachzug von Eltern zu unbegleiteten Kindern maßgeblich erleichtert. Diese Entscheidung stellt die europarechtswidrige Praxis der Behörden auf den Kopf.

Von Dr. Constantin Hruschka | MiGAZIN

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 12. April 2018 im Urteil A und S den Familiennachzug von Eltern zu unbegleiteten Kindern maßgeblich erleichtert und dabei insbesondere die Frage geklärt, zu welchem Zeitpunkt die Person unter 18 Jahre alt gewesen sein muss. In dogmatisch überzeugender Weise arbeitet der EuGH heraus, dass auf den Zeitpunkt der Asylantragstellung abzustellen ist. Ist also die Person unter 18 Jahre alt, wenn sie einen Asylantrag stellt, dann ist sie für die Familienzusammenführung auch dann als minderjährig anzusehen, wenn sie während des Asylverfahrens volljährig wird. Dieses Urteil hat erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Praxis des Familiennachzugs zu unbegleiteten Minderjährigen. Mit der Entscheidung bestätigt der EuGH seine zunehmende grundrechtliche Orientierung in Migrationsfragen.

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Jesus, die Bibel und Zirkelschlüsse

democraticunderground.com

Während für Christen außer Frage steht, dass Jesus wirklich existiert hat, wird es von anderer Seite immer wieder in Zweifel gezogen. Die Bibel als einzigen Beleg wollen Kritiker nicht akzeptieren. Aber es gibt noch zahlreiche weitere antike Quellen, die das Leben Jesu bezeugen.

Tobias Glenz | katholisch.de

Für gläubige Christen besteht kein Zweifel: Jesus von Nazareth lebte und wirkte in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts. Er war der verheißene Messias, der Sohn Gottes, starb am Kreuz, wurde begraben, ist von den Toten auferstanden und aufgefahren in den Himmel. Die vier kanonischen Evangelien dienen den Christen dafür als Hauptquelle, als Beweis für die Existenz Jesu. Vor allem in der Neuzeit kamen jedoch verstärkt Zweifel an der Historizität des Wanderpredigers aus Nazareth auf. Hat er wirklich existiert? Kritiker jedenfalls wollen die Heilige Schrift als einzige Quelle nicht gelten lassen. Tatsächlich finden sich aber in der Antike weitere, außerbiblische Zeugnisse dafür, dass Jesus gelebt hat. Katholisch.de hat die wichtigsten Quellen zusammengestellt.

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Asteroid explodiert über Botswana

Glücklicherweise nur zwei Meter groß: So könnte der am Samstag explodierte Asteroid ausgesehen haben © NASA/JPL-Caltech
Fast übersehen: Ein erst wenige Stunden zuvor entdeckter Asteroid ist am Samstagnachmittag in der Erdatmosphäre zerplatzt. Glücklicherweise war der Brocken nur rund zwei Meter groß, so dass trotz direktem Kollisionskurs mit der Erde keine Gefahr bestand. Er explodierte über Südafrika, ohne dass es Schäden gab. Doch der Vorfall war ein guter Test für die planetare Überwachung – es ist erst der dritte Fall, bei dem ein Asteroid auf Kollisionskurs vor dem Impakt entdeckt worden ist.

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Die Erde ist ständig einem Bombardement von kleinen und größeren Partikeln aus dem All ausgesetzt. Während viele größere erdnahe Asteroiden inzwischen bekannt und ihre Bahnen kartiert sind, sorgen gerade kleinere Brocken immer wieder für Überraschungen: Sie treffen uns unvorbereitet, kommen scheinbar aus dem Nichts, wie der Tscheljabinsk-Meteor im Februar 2015. Schutz und Vorwarnung vor solchen Treffern sollen automatische Teleskope und Frühwarnnetzwerke bieten, die ständig den Himmel nach potenziellen Gefahren absuchen.

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Frankreich: Weiter Kopfbedeckungs-Verbot an öffentlichen Schulen

In einem vom französischen Bildungsministerium verbreiteten Rundschreiben werden Lehrer daran erinnert, dass das zur Schaustellen religiöser Symbole in staatlichen Schulen illegal sei.

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Die Empfänger des Briefes werden aufgefordert, fehlbare Studenten zu bestrafen. Diese Erinnerung findet sich in einem 83 Seiten starken, an tausende von staatliche Bildungsinstituten versendeten Dokument, betitelt mit «Handbuch der Laizität». In diesem Wort verbirgt sich das Prinzip sowohl der Gewährung der religiösen Freiheit als auch der Trennung von Religion und Staat. Wie in einem Dokument aus dem Jahr 2016 zur gleichen Thematik werden auch dieses Mal die jüdische Kippah, beziehungsweise die Yarmulka auf der schwarzen Liste der verbotenen Kleidungsstücke an öffentlichen Schulen erwähnt, zusammen mit den von muslimischen Frauen bevorzugten Kopfbedeckungen und grossen Kreuzanhängern.

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Autonome Systeme: „Technisches Roulette“ im Wettrüsten

Grafik: TP
Schon jetzt entscheiden Militärs meist nur aufgrund von computergenerierten Daten, weswegen ein Mensch „in the loop“ eher die Risiken von autonomen KI-Systemen verstärkt, die eine Black Box sind

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Das Pentagon versucht, um den Anschluss vor allem gegenüber China, aber auch gegenüber Russland nicht zu verlieren, möglichst schnell und umfassend autonome (Kampf)Systeme zu entwickeln. Ziel ist es, damit effizienter angreifen oder verteidigen zu können, weil KI-Systeme schneller viel mehr Daten verarbeiten und entscheiden können. Damit haben autonome Systeme Vorteile in asymmetrischen Konflikten und können mit Gegnern, die auch autonome Systeme einsetzen, mithalten.

Doktrin des Pentagon ist allerdings weiterhin, dass letztlich ein Mensch auch bei autonomen Systemen die letzte Verantwortung haben soll, also ein „human in the loop“ sitzt. Daher werden angeblich in erster Linie Mensch-Maschine-Schnittstellen geschaffen, also Mensch-Maschine-Systeme, Cyborg- oder Zentaur-Systeme, in denen Menschen ein Teil (in the loop) sind, aber sie übernehmen nur die Aufgaben, die die Maschinen noch nicht ausführen können und treffen Entscheidungen, wenn die Zeit dafür ausreicht.

Man darf annehmen, dass mit diesem Konzept sowieso die Zukunft militärischer Systeme nicht festgelegt ist und die Behauptung, dass letztlich immer ein Mensch den letzten Drücker bedienen wird, nur dazu dient, Politiker und Öffentlichkeit ruhig zu halten und Kritiker, die autonome „Killerroboter“ verbieten wollen, zu besänftigen. Im September 2016 hatte der damalige US-Verteidigungsminister Ash Carter verkündet: „Niemals volle Autonomie für Kampfroboter“. Dabei denkt man meist an autonome Drohnen, Schiffe oder Landroboter, die mit Waffen ausgestattet sind.

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Ist Dunkle Materie teilweise geladen?

Trug die Dunkle Materie in der Frühzeit des Kosmos zur Kühlung primordialer Gase bei? © CfA/ M. Weiss
Überraschende Theorie: Ein winziger Anteil der Dunklen Materie könnte aus Teilchen mit einer schwachen elektrischen Ladung bestehen könnte – vermuten jedenfalls US-Forscher. Das widerspricht zwar scheinbar allen gängigen Vorstellungen zur Dunklen Materie, wäre aber theoretisch möglich, wie sie vorrechnen. Würde sich dies bestätigen, könnte dies erklären, warum primordiale Gaswolken im Kosmos viel kälter waren als sie eigentlich sein dürften.

scinexx

Im Universum gibt es fünfmal mehr Dunkle Materie als normale, für uns sichtbare Materie. Ihr Schwerkrafteinfluss prägt die Struktur des Kosmos. Doch woraus die Dunkle Materie besteht und welche Eigenschaften ihre Teilchen haben, ist rätselhaft. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderem WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles), SIMPs (Strongly Interacting Massive Particles) oder leichte Axionen. Sie alle aber sind rein hypothetisch – Nachweise gibt es nicht.

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Jeder Flüchtling sollte ein Bekenntnis zu Israel unterschreiben

Flüchtlinge im September 2015 vor einem Erstaufnahmelager in Eisenhüttenstadt. Sie waren aus München gebracht worden Quelle: picture alliance / dpa
Es gibt noch keine genaueren Zahlen über den durch Flüchtlinge importierten muslimischen Antisemitismus. Aber er existiert. Was man tun könnte, um ihm Paroli zu bieten.

Von Alan Posener | DIE WELT

Wie gefährlich ist der „importierte Antisemitismus“, und was kann man dagegen tun? Zur ersten Frage schickte mir ein israelischer Freund eine Statistik. 68 Prozent der befragten Deutschen waren 2004 der Meinung, Israel führe „einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“. 51 Prozent meinten, Israel behandele die Palästinenser „wie die Nazis die Juden“.

Die Zahlen sind erschreckend. Aber haben sie etwas mit Zuwanderung zu tun? Zehn Jahre später meinten nur noch 40 Prozent, Israel führe einen Vernichtungskrieg, und nur 27 Prozent glaubten, Israel verhalte sich wie die Nazis. Das sind immer noch viel zu viele, aber die Tendenz ist sinkend. Und zwar in einer Zeit, da die Zahl der Schutzsuchenden aus dem muslimischen Raum rasant anstieg.

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Der Fall Babtschenko ist in den Fängen der Politik

Der russische Journalist Arkadi Babtschenko soll durch ein grosses russisches Mordkomplott bedroht worden sein – Es gibt jedoch Zweifel an dieser Darstellung. (Bild: Jörg Plath / NZZ)

Die Irritationen um den vorgetäuschten Mord am russischen Journalisten Arkadi Babtschenko werden auch durch neue Details genährt. Von der ukrainischen Innenpolitik lassen sich die Ereignisse nicht trennen.

Markus Ackeret | Neue Zürcher Zeitung

Der fingierte Mord am russischen Journalisten und Schriftsteller Arkadi Babtschenko vergangene Woche in Kiew verwirrt und irritiert nicht weniger, je mehr Details über die Abläufe zutage kommen. Zentral ist der politische Kontext: Das Vorgehen des ukrainischen Geheimdienstes SBU und Babtschenkos Teilnahme daran fanden in einem Land statt, in dem ein von Moskau mitverursachter Krieg täglich Tote fordert, auch wenn das im Westen (und in Russland) nur noch wenige wahrnehmen und wahrhaben wollen.

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Bayern will Flüchtlinge nun selbst abschieben

Bayern will Flüchtlinge nun selbst abschieben – APA/dpa/Lino Mirgeler
Statt auf vom Bund organisierte Flugzeuge zu warten, will Bayern selbst aktiv werden und kleinere Maschinen bei Abschiebungen nutzen. Bald soll ein eigener Plan vorliegen.

Die Presse.com

Die Regierung des deutschen Bundeslandes Bayern unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will einem Medienbericht zufolge einen eigenen Plan für Reformen in der Asylpolitik auf den Weg bringen. „Wir wollen den Abschiebedruck insgesamt erhöhen“, sagte Söder dem „Münchner Merkur“ vom Montag. Bayern wolle „ein Vorbild für andere Bundesländer werden“.

Laut Bayerischem Rundfunk will das Kabinett den Plan am Dienstag beschließen. Der Plan sieht dem Bericht des „Münchner Merkur“ zufolge unter anderem vor, bei Abschiebungen statt auf vom Bund organisierte Flugzeuge zu warten, selbst aktiv zu werden und kleinere Maschinen nutzen. „Damit kann man die Abschiebung deutlich effektiver und zielführender organisieren“, sagte Söder.

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Israel-Experte: „Der Besuch von Netanjahu bei Merkel ist nur Show“

Isreals Premier Benjamin Netanjahu tritt die Europa-Reise an, um in Berlin, Paris und London für ein härteres Vorgehen gegen den Iran zu werben. Foto: dpa
Die deutsch-israelischen Beziehungen sind angespannt – die rechtsgerichtete Regierung von Premier Benjamin Netanjahu und ihre Siedlungspolitik wird in der Bundesregierung kritisch gesehen.

Von Daniela Vates | Berliner Zeitung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vergangenes Jahr auf eine Reise verzichtet. Dass US-Präsident Donald Trump die Botschaft seines Landes nach Jerusalem verlegt und das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt hat, kompliziert die Lage in der Region. In dieser Lage kommt nun Premier Netanjahu am Montag zu Besuch ins Kanzleramt. Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, blickt darauf mit Skepsis.

Herr Primor, die Bundesregierung ist seit einer ganzen Weile auf Distanz zur israelischen Regierung gegangen. Ist der Besuch des Premiers bei der Bundeskanzlerin ein Zeichen der Annäherung oder diplomatisches Business as usual?

Business as usual ist der richtige Begriff. Aber es gibt auch noch einen anderen Grund: Netanjahu hat Probleme in Israel. Es gibt gravierende Korruptionsvorwürfe gegen ihn. Er steht deswegen wahrscheinlich in den nächsten Wochen vor Gericht. Daher ist er gerade ganz besonders in der internationalen Politik unterwegs: Er spricht mit Russland, mit den USA, mit verschiedenen anderen Ländern. Er fährt hin, er fährt her. Das soll von seinen Problemen ablenken. Aber es wird nichts nützen, weil das Gericht sich davon nicht beeinflussen lassen wird.

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Bamf-Skandal: Schutzstatus für Islamisten

Der Skandal um mutmaßlich manipulierte Asylbescheide im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) weitet sich aus. Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland vom Sonntag haben seit dem Jahr 2000 mindestens 115 „nachrichtendienstlich relevante Personen“ über die Bamf-Außenstelle Bremen Schutzstatus in Deutschland erhalten. Das sei das Ergebnis einer Prüfung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz von 18.000 in Bremen positiv beschiedenen Fällen.

evangelisch.de

Beim Abgleich der Datensätze mit dem Nachrichtendienstlichen Informationssystem seien demnach 46 Personen mit islamistischem Hintergrund aufgefallen. Bei ihnen könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um terroristische Gefährder handele. Weitere 40 Personen hätten einen ausländischen extremistischen Hintergrund. In drei Fällen bestehe Bezug zu externen Geheimdiensten. Die anderen Fälle könnten die Staatsschützer bislang nicht eindeutig zuordnen.

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The Next Big Discovery in Astronomy? We Probably Found It Years Ago — But Don’t Know It Yet

An artist’s illustration of a black hole „eating“ a star. Credit: NASA/JPL-Caltech
Earlier this year, astronomers stumbled upon a fascinating finding: Thousands of black holes likely exist near the center of our galaxy.The X-ray images that enabled this discovery weren’t from some state-of-the-art new telescope. Nor were they even recently taken – some of the data was collected nearly 20 years ago.

By Eileen Meyer | SPACE.com

No, the researchers discovered the black holes by digging through old, long-archived data.

Discoveries like this will only become more common, as the era of „big data“ changes how science is done. Astronomers are gathering an exponentially greater amount of data every day – so much that it will take years to uncover all the hidden signals buried in the archives.

Sixty years ago, the typical astronomer worked largely alone or in a small team. They likely had access to a respectably large ground-based optical telescope at their home institution.

Their observations were largely confined to optical wavelengths – more or less what the eye can see. That meant they missed signals from a host of astrophysical sources, which can emit non-visible radiation from very low-frequency radio all the way up to high-energy gamma rays. For the most part, if you wanted to do astronomy, you had to be an academic or eccentric rich person with access to a good telescope.

Old data was stored in the form of photographic plates or published catalogs. But accessing archives from other observatories could be difficult – and it was virtually impossible for amateur astronomers.

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Handelspartner erhöhen Druck auf USA

foto: afp/tobias schwarz Seit Freitag erheben die USA Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU, Kanada und Mexiko. Die EU und Kanada haben dagegen geklagt – und planen Gegenmaßnahmen.
Kanada und die EU klagen vor der WTO gegen die US-Zollpolitik. Auch China warnt die USA vor der Einführung zusätzlicher Zölle

Aloysius Widmann | derStandard.at

Bei allen Differenzen: Wenn Vertreter der wichtigsten Industrienationen im Rahmen der G7 zusammenkommen, gibt es im Normalfall ein gemeinsames Abschlusskommuniqué. Nicht so bei dem Zusammentreffen der G7-Finanzminister und -Notenbanker im kanadischen Skiort Whistler, das am Samstag zu Ende gegangen ist. Für angespannte Gespräche sorgte die Handelspolitik der USA, die seit Freitag Strafzölle auf Aluminium- und Stahlimporte aus Kanada, Mexiko und der EU erheben und damit scharfe Reaktionen bei wichtigen Handelspartnern provoziert haben.

Die EU und Kanada haben bereits offiziell Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht. Die USA argumentieren, dass ohne Zölle die nationale Sicherheit gefährdet sei. Für die EU und Kanada ist diese Begründung unhaltbar.

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Deutschland schneidet bei der Digitalisierung nur mittelmäßig ab

Grafik: TP
Der von der EU-Kommission erstellte Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) legt nahe, dass Deutschland auch innerhalb der EU abgehängt ist

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Ganz an der Spitze stehen Dänemark, Schweden, Finnland und die Niederlande, ganz am Ende stehen Italien, Bulgarien, Griechenland und Rumänien. Es geht um den von der EU-Kommission veröffentlichten Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI), der einmal jährlich zu erfassen sucht, wie weit die EU-Mitgliedsländer bei der Digitalisierung vorangeschritten sind. Deutschland schneidet dabei nur mittelmäßig ab, hinter Österreich und Spanien.

Die EU-Kommission will die Digitalisierung der Europäischen Union vorantreiben, schließlich liegt die EU gegenüber anderen Ländern teils weit zurück. Das sieht man auch bei der Einführung des 5G-Standards für Mobilfunknetze, nachdem Europa bereits bei LTE hinterherhinkt. Die USA, China, Südkorea oder Japan werden noch dieses Jahr mit der Einführung von 5G beginnen. Zwar will Telia auch in Stockholm und Tallinn mit Versuchen in diesem Jahr beginnen, aber in der EU wurde erst auf Druck der Kommission über den 5G-Aktionsplan im März eine Einigung über Voraussetzungen für die Einführung wie Telekommunikationsvorschriften und Frequenzvergabe erzielt.

Die Kommission zielt 2025 für die „5G-Gigabit-Gesellschaft“ an, geplant war eigentlich 2020. Andere Staaten könnten da also viel schneller sein. Digitalkommissar Ansip drängt: „Wir müssen sofort auf 5G umschalten. Keine Zeit für eine Reflexionsphase, Geldsammeln oder sowas.“. Allerdings ist fraglich, ob die Menschen überhaupt bereit sein werden, deutlich mehr für das 5G-Tempo zu zahlen.

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Theologe Dabrock über die „Goldgräberstimmung bei Arbeit mit Gen-Schere“

Bild: 4ever.eu
Darf man die Gen-Grundlagen des Menschen mit der Crispr-Technik nachhaltig manipulieren? Ethikrat-Chef Dabrock warnt davor, sieht aber auch Chancen der Technik. Er fordert mehr Debatten und mehr Risiko-Management.

Petra Kaminsky | katholisch.de

„Das ist ein Menschheitsthema, das man nicht alleine den Wissenschaftlern überlassen darf.“ Das sagt der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, mit Blick auf die Gen-Technik Crispr/Cas. So heißt eine Art chirurgische Gen-Manipulation, mit der sich sehr zielgenau und einfach Änderungen an den Erbinformationen vornehmen lassen. Die Methode wird zwar erst seit einigen Jahren angewandt. Doch bei Pflanzen und Tieren sind die Forscher schon recht weit. Einige Länder schreiten auch in Richtung Anwendung am Menschen voran. Dabrock spricht sich im Interview deshalb für eine internationale Institution aus, die diesen Prozess beobachtet.

Frage: Was ist aus Ihrer Sicht die größte Chance durch die Technik der Gen-Schere?

Dabrock: Man muss zwischen kurzfristigen und langfristigen Perspektiven unterscheiden. Ich sehe im Bereich Landwirtschaft kurz- bis mittelfristig sehr interessante Entwicklungen. Ich sehe Möglichkeiten im Bereich der Gestaltung von Ökosystemen. Das wird intensiv debattiert. Ein Beispiel: Darf man Mücken, die Malaria übertragen, unfruchtbar machen oder sogar ausrotten. Und ich sehe im Bereich der Medizin viele Möglichkeiten.

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Die Mullahs in Teheran haben sich verkalkuliert

Parade in Teheran: Das Regime feiert seine militärische Stärke. Doch die Kosten dafür überfordern das Land Quelle: AFP/Getty Images/ATTA KENARE
Das militärische Engagement des Irans in Syrien kostet jährlich Milliarden, die Land sich nicht leisten kann. Die Wirtschaft ist ins Trudeln geraten – und der Unmut der Bevölkerung wächst. Es könnte die Dämmerung des Regimes sein.

Von Nir Boms, Shayan Arya | DIE WELT

Man hatte zwar mit Präsident Trumps Ankündigung gerechnet, dass sich die Vereinigten Staaten aus dem Nuklearabkommen mit dem Iran zurückziehen werden, und doch war die Entscheidung dramatisch.

Obwohl bereits klar war, dass der Präsident sein eigenes Wahlversprechen einlösen würde, hätte seine Ankündigung – nur wenige Tage nachdem Israels Ministerpräsident Netanjahu mehr über die atomaren Absichten des Iran aufgedeckt hatte und angesichts von immer intensiveren militärischen Zusammenstößen zwischen Israel und Iran in Syrien – zu keinem schlechteren Zeitpunkt für die Führungsgruppe des islamischen Regimes kommen können.

Noch nie war der Iran so geschwächt wie heute. Seine Wirtschaft befindet sich am Rande eines Zusammenbruchs, und interne politische Machtkämpfe lähmen. Die steigende Arbeitslosigkeit sorgt für immer mehr Unzufriedenheit und Unruhe im Land.

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Klöckner setzt sich für Schweinefleisch in Schulkantinen ein

Viele Schulkantinen nehmen Schweinefleisch zunehmend vom Speiseplan (Symbolfoto). Foto: Highwaystarz-Photography / Getty Images/iStockphoto
Ernährungsministerin Julia Klöckner ist gegen die Verbannung von Schweinefleisch aus Schulen. Das Essen solle eine gute Auswahl bieten.

Berliner Morgenpost

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner ist dagegen, Schweinefleisch in Schulkantinen etwa aus religiösen Gründen vom Speiseplan zu nehmen. Schulessen solle „gesund und ausgewogen“ sein, sagte die CDU-Politikerin dieser Redaktion. Auf Schweinefleisch zu verzichten „hielte ich für falsch“.

Gesunder Menschenverstand sei gefragt. Sie rate dazu, „die Kirche im Dorf zu lassen“, so Klöckner. Die Ministerin betonte: „Schulessen sollte eine gute Auswahl bieten, dazu gehört auch vegetarisches Essen oder welches ohne Schweinefleisch, aber nicht ausschließlich.“

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