China: Durchbruch bei Züchtung von salztoleranten Reissorten


Bild (Illustration): mininatto/CC BY-2.0
Nach Medienberichten ist es gelungen, in Dubai einen Ertrag von 7,5 Tonnen pro Hektar zu erzielen, aber ganz ohne Süßwasser geht es nicht, der Reis wächst nur in verdünntem Salzwasser

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wenn man den Berichten glauben kann, dann könnte China einen wichtigen Schritt für die Ernährung der Menschheit in Zeiten der Klimaerwärmung, der sich ausbreitenden Trockenheit und der Süßwasserknappheit gemacht haben (Nahost-Konflikt: Kampf ums Wasser). Angeblich ist es gelungen, Reissorten zu züchten, die in salzhaltigem Wasser gedeihen. Jetzt wurde in Dubai in Zusammenarbeit mit Sheikh Saeed Bin Ahmed Al Maktoum Reis, der im Januar in verdünntem Meerwasser angepflanzt wurde, geerntet – offenbar war die Ernte ein großer Erfolg. Geerntet wurden bis zu 7,5 Tonnen pro Hektar, durchschnittlich liege der Ertrag pro Hektar bei 3 Tonnen.

Das Projekt, salztolerante Reissorten zu züchten, geht schon vierzig Jahre zurück. In den 1970er Jahren wurde in China in der Nähe eines Mangrovenwald an der Küste eine wilde Reissorte entdeckt. Seitdem wurden Reissorten gekreuzt, um die Toleranz und den Ertrag zu stärken, was nun zu einem Erfolg geführt hat.

Geplant ist, mit Geldern der Seidenstraße-Initiative und Banken aus Dubai eine 100 Hektar große Versuchsfarm noch in diesem Jahr aufzubauen, um dann in großem Stil Tests durchzuführen mit dem Ziel, im Jahr 2020 mit dem kommerziellen Anbau zu beginnen.

weiterlesen