Der Fall Babtschenko ist in den Fängen der Politik


Der russische Journalist Arkadi Babtschenko soll durch ein grosses russisches Mordkomplott bedroht worden sein – Es gibt jedoch Zweifel an dieser Darstellung. (Bild: Jörg Plath / NZZ)

Die Irritationen um den vorgetäuschten Mord am russischen Journalisten Arkadi Babtschenko werden auch durch neue Details genährt. Von der ukrainischen Innenpolitik lassen sich die Ereignisse nicht trennen.

Markus Ackeret | Neue Zürcher Zeitung

Der fingierte Mord am russischen Journalisten und Schriftsteller Arkadi Babtschenko vergangene Woche in Kiew verwirrt und irritiert nicht weniger, je mehr Details über die Abläufe zutage kommen. Zentral ist der politische Kontext: Das Vorgehen des ukrainischen Geheimdienstes SBU und Babtschenkos Teilnahme daran fanden in einem Land statt, in dem ein von Moskau mitverursachter Krieg täglich Tote fordert, auch wenn das im Westen (und in Russland) nur noch wenige wahrnehmen und wahrhaben wollen.

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