Die Mullahs in Teheran haben sich verkalkuliert


Parade in Teheran: Das Regime feiert seine militärische Stärke. Doch die Kosten dafür überfordern das Land Quelle: AFP/Getty Images/ATTA KENARE
Das militärische Engagement des Irans in Syrien kostet jährlich Milliarden, die Land sich nicht leisten kann. Die Wirtschaft ist ins Trudeln geraten – und der Unmut der Bevölkerung wächst. Es könnte die Dämmerung des Regimes sein.

Von Nir Boms, Shayan Arya | DIE WELT

Man hatte zwar mit Präsident Trumps Ankündigung gerechnet, dass sich die Vereinigten Staaten aus dem Nuklearabkommen mit dem Iran zurückziehen werden, und doch war die Entscheidung dramatisch.

Obwohl bereits klar war, dass der Präsident sein eigenes Wahlversprechen einlösen würde, hätte seine Ankündigung – nur wenige Tage nachdem Israels Ministerpräsident Netanjahu mehr über die atomaren Absichten des Iran aufgedeckt hatte und angesichts von immer intensiveren militärischen Zusammenstößen zwischen Israel und Iran in Syrien – zu keinem schlechteren Zeitpunkt für die Führungsgruppe des islamischen Regimes kommen können.

Noch nie war der Iran so geschwächt wie heute. Seine Wirtschaft befindet sich am Rande eines Zusammenbruchs, und interne politische Machtkämpfe lähmen. Die steigende Arbeitslosigkeit sorgt für immer mehr Unzufriedenheit und Unruhe im Land.

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