Auch das schwerste bekannte Elementarteilchen verdankt seine Masse dem Higgs-Mechanismus


Ein Kandidat für den neuen Teilchenprozess, bei dem ein Higgs-Boson und zwei Top-Quarks entstehen. Eine der Schwierigkeiten beim Nachweis besteht darin, dass der Detektor nicht die erzeugten Teilchen registriert, sondern deren Zerfallsprodukte. (Bild: Cern/CMS)
Am Cern haben Teilchenphysiker einen seltenen Zerfallsprozess beobachtet. Das beantwortet die Frage, warum das Top-Quark so viel schwerer ist als die anderen bekannten Elementarteilchen.

Neue Zürcher Zeitung

Forscher am Cern in Genf haben einen neuen Teilchenprozess entdeckt. Sie konnten zum ersten Mal die gemeinsame Produktion eines Higgs-Bosons mit zwei Top-Quarks messen. Die Beobachtung dieses seltenen Vorgangs verrät den Forschern, wie stark das Higgs-Boson an das Top-Quark koppelt.

Karl Jakobs, der Leiter des internationalen Atlas-Forschungskonsortiums, welches das Higgs-Boson erforscht, bezeichnete die Messung in einer Mitteilung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg als «Meilenstein in der Erforschung des Higgs-Mechanismus und der Wechselwirkung der Elementarteilchen mit dem Higgs-Teilchen». Damit sei nun bestätigt, dass auch das schwerste der bekannten Teilchen, das Top-Quark, seine grosse Masse über den Higgs-Mechanismus erhalte.

weiterlesen